„Überwachen und Strafen“ von Michel Foucault zählt zu den einflussreichsten Werken der kritischen Gesellschaftsanalyse im 20. Jahrhundert. Das 1975 erschienene Buch markiert den Beginn von Foucaults „genealogischer“ Phase und untersucht die historischen Transformationen von Macht, Strafe und Subjektivität. Im Zentrum steht der Wandel von der körperlichen Bestrafung hin zu subtilen,
Kriminalitätstheorien
Soziale Desorganisation
Soziale Raumtheorien / Theorien der sozialen Desorganisation Kernidee der sozialen Desorganisation Theorien der sozialen Desorganisation gehen davon aus, dass Kriminalität nicht zufällig über den urbanen Raum verteilt ist, sondern sich in bestimmten sozialen und räumlichen Strukturen konzentriert. Bestimmte Nachbarschaften begünstigen daher kriminelles Verhalten. Theorien der sozialen Desorganisation gehören zu den
Defiance Theory (Sherman)
Nach der Defiance Theory (dt. Trotz-Theorie) können strafrechtliche Sanktionen unterschiedliche Wirkungen entfalten. Während klassische Abschreckungstheorien davon ausgehen, dass Strafe zukünftige Straftaten verhindert, argumentiert Lawrence W. Sherman, dass Sanktionen unter bestimmten Umständen sogar zu mehr Kriminalität führen können. Strafe kann demnach drei unterschiedliche Wirkungen haben: Abschreckung (Deterrence): Die Strafe verhindert zukünftige
Sanktionierung
Sanktionierungstheorien Kernidee der Sanktionierungstheorien Sanktionierungstheorien untersuchen die Wirkung von Strafen auf Täter. Sie gehen davon aus, dass Sanktionen je nach sozialem Kontext unterschiedliche Effekte haben können: Strafe kann abschreckend wirken, aber auch Trotzreaktionen oder weitere Devianz auslösen. Sanktionierungstheorien beschäftigen sich mit der Frage, welche Folgen staatliche oder gesellschaftliche Strafen für
Routine Activity Approach
Der Routine Activity Approach erklärt Kriminalität als Ergebnis bestimmter situativer Konstellationen. Nach diesem Ansatz entsteht eine Straftat dann, wenn drei Elemente gleichzeitig zusammentreffen: ein motivierter Täter, ein geeignetes Tatobjekt und das Fehlen eines wirksamen Schutzes. Der Routine Activity Approach gehört damit zu den situativen Kriminalitätstheorien. Im Zentrum steht nicht die
Abschreckungstheorien (deterrence theories)
Die Abschreckungstheorie geht davon aus, dass Strafen eine präventive Wirkung auf kriminelles Verhalten haben. Durch die Androhung und Vollstreckung von Sanktionen sollen sowohl tatsächliche als auch potenzielle Täter davon abgehalten werden, Straftaten zu begehen. Merkzettel Deterrence Theory Hauptvertreter: Cesare Beccaria, Jeremy Bentham, Franz von Liszt, Jack P. Gibbs, Alex R.

