Nach der Defiance Theory (dt. Trotz-Theorie) können strafrechtliche Sanktionen unterschiedliche Wirkungen entfalten. Während klassische Abschreckungstheorien davon ausgehen, dass Strafe zukünftige Straftaten verhindert, argumentiert Lawrence W. Sherman, dass Sanktionen unter bestimmten Umständen sogar zu mehr Kriminalität führen können. Strafe kann demnach drei unterschiedliche Wirkungen haben: Abschreckung (Deterrence): Die Strafe verhindert zukünftige
Kriminalitätstheorien
Sanktionierung
Sanktionierungstheorien Kernidee der Sanktionierungstheorien Sanktionierungstheorien untersuchen die Wirkung von Strafen auf Täter. Sie gehen davon aus, dass Sanktionen je nach sozialem Kontext unterschiedliche Effekte haben können: Strafe kann abschreckend wirken, aber auch Trotzreaktionen oder weitere Devianz auslösen. Sanktionierungstheorien beschäftigen sich mit der Frage, welche Folgen staatliche oder gesellschaftliche Strafen für
Routine Activity Approach
Der Routine Activity Approach erklärt Kriminalität als Ergebnis bestimmter situativer Konstellationen. Nach diesem Ansatz entsteht eine Straftat dann, wenn drei Elemente gleichzeitig zusammentreffen: ein motivierter Täter, ein geeignetes Tatobjekt und das Fehlen eines wirksamen Schutzes. Der Routine Activity Approach gehört damit zu den situativen Kriminalitätstheorien. Im Zentrum steht nicht die
Abschreckungstheorien (deterrence theories)
Die Abschreckungstheorie geht davon aus, dass Strafen eine präventive Wirkung auf kriminelles Verhalten haben. Durch die Androhung und Vollstreckung von Sanktionen sollen sowohl tatsächliche als auch potenzielle Täter davon abgehalten werden, Straftaten zu begehen. Merkzettel Deterrence Theory Hauptvertreter: Cesare Beccaria, Jeremy Bentham, Franz von Liszt, Jack P. Gibbs, Alex R.
Rational Choice Theory
Die Rational Choice Theory in der Kriminologie erklärt Kriminalität als Ergebnis rationaler Kosten-Nutzen-Abwägungen. Eine Straftat wird wahrscheinlicher, wenn der erwartete Nutzen der Tat – etwa der Wert des Diebesguts – höher eingeschätzt wird als die möglichen Kosten, etwa das Entdeckungsrisiko, die Wahrscheinlichkeit einer Bestrafung oder das zu erwartende Strafmaß. Merkzettel
Rational Choice
Rationale Kriminalitätstheorien Kernidee rationaler Kriminalitätstheorien Kriminalität entsteht, wenn der erwartete Nutzen einer Straftat die erwarteten Kosten übersteigt. Täter treffen Entscheidungen daher häufig unter Berücksichtigung von Risiken, möglichen Gewinnen und situativen Gelegenheiten. Rationale Kriminalitätstheorien gehen davon aus, dass kriminelles Verhalten das Ergebnis bewusster Entscheidungen ist. Menschen handeln demnach nicht ausschließlich aufgrund
