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Kriminalitätstheorien

Lawrence Sherman, 2023

Defiance Theory (Sherman)

Nach der Defiance Theory (dt. Trotz-Theorie) können strafrechtliche Sanktionen unterschiedliche Wirkungen entfalten. Während klassische Abschreckungstheorien davon ausgehen, dass Strafe zukünftige Straftaten verhindert, argumentiert Lawrence W. Sherman, dass Sanktionen unter bestimmten Umständen sogar zu mehr Kriminalität führen können. Strafe kann demnach drei unterschiedliche Wirkungen haben: Abschreckung (Deterrence): Die Strafe verhindert zukünftige

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Erhobener Zeigefinger als Symbol sozialer Missbilligung – Sanktionierungstheorien der Kriminologie

Sanktionierung

Sanktionierungstheorien Kernidee der Sanktionierungstheorien Sanktionierungstheorien untersuchen die Wirkung von Strafen auf Täter. Sie gehen davon aus, dass Sanktionen je nach sozialem Kontext unterschiedliche Effekte haben können: Strafe kann abschreckend wirken, aber auch Trotzreaktionen oder weitere Devianz auslösen. Sanktionierungstheorien beschäftigen sich mit der Frage, welche Folgen staatliche oder gesellschaftliche Strafen für

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Unbeaufsichtigtes Fahrrad als Beispiel für eine Tatgelegenheit im Routine Activity Approach.

Routine Activity Approach

Der Routine Activity Approach erklärt Kriminalität als Ergebnis bestimmter situativer Konstellationen. Nach diesem Ansatz entsteht eine Straftat dann, wenn drei Elemente gleichzeitig zusammentreffen: ein motivierter Täter, ein geeignetes Tatobjekt und das Fehlen eines wirksamen Schutzes. Der Routine Activity Approach gehört damit zu den situativen Kriminalitätstheorien. Im Zentrum steht nicht die

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Galgen als historisches Symbol staatlicher Abschreckung durch Strafe.

Abschreckungstheorien (deterrence theories)

Die Abschreckungstheorie geht davon aus, dass Strafen eine präventive Wirkung auf kriminelles Verhalten haben. Durch die Androhung und Vollstreckung von Sanktionen sollen sowohl tatsächliche als auch potenzielle Täter davon abgehalten werden, Straftaten zu begehen. Merkzettel Deterrence Theory Hauptvertreter: Cesare Beccaria, Jeremy Bentham, Franz von Liszt, Jack P. Gibbs, Alex R.

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Schachspiel als Metapher für strategische Entscheidungen und rationales Handeln.

Rational Choice Theory

Die Rational Choice Theory in der Kriminologie erklärt Kriminalität als Ergebnis rationaler Kosten-Nutzen-Abwägungen. Eine Straftat wird wahrscheinlicher, wenn der erwartete Nutzen der Tat – etwa der Wert des Diebesguts – höher eingeschätzt wird als die möglichen Kosten, etwa das Entdeckungsrisiko, die Wahrscheinlichkeit einer Bestrafung oder das zu erwartende Strafmaß. Merkzettel

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Überwachungskamera im öffentlichen Raum – Symbolbild für rationale Kriminalitätstheorien und situative Kriminalprävention

Rational Choice

Rationale Kriminalitätstheorien Kernidee rationaler Kriminalitätstheorien Kriminalität entsteht, wenn der erwartete Nutzen einer Straftat die erwarteten Kosten übersteigt. Täter treffen Entscheidungen daher häufig unter Berücksichtigung von Risiken, möglichen Gewinnen und situativen Gelegenheiten. Rationale Kriminalitätstheorien gehen davon aus, dass kriminelles Verhalten das Ergebnis bewusster Entscheidungen ist. Menschen handeln demnach nicht ausschließlich aufgrund

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SozTheo ist eine Informations- und Ressourcensammlung, die sich an alle an Soziologie und Kriminologie interessierten Leserinnen und Leser richtet.

SozTheo wurde als private Seite von Prof. Dr. Christian Wickert, Dozent für die Fächer Soziologie und Kriminologie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen, erstellt. Die hier verfügbaren Beiträge und verlinkten Artikel spiegeln nicht die offizielle Meinung, Haltung oder Lehrpläne der HSPV NRW wider.

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