Mit Tearing Down the Streets veröffentlichte der US-amerikanische Soziologe und Kriminologe Jeff Ferrell im Jahr 2001 ein Werk, das exemplarisch für die Cultural Criminology steht. Ferrell untersucht darin, wie sich urbane Räume durch Praktiken wie Graffiti, Skateboarding oder Punk-Musik in Konfliktzonen verwandeln, in denen sich staatliche Ordnung, wirtschaftliche Interessen und
Subkultur
Lernen/ Subkultur
Lern- und subkulturtheoretische Kriminalitätstheorien Kernidee der Lerntheorien: Kriminalität wird – ebenso wie normkonformes Verhalten – durch soziale Interaktion erlernt. Menschen übernehmen dabei nicht nur Techniken des Normbruchs, sondern auch Einstellungen, Motive und Rechtfertigungen. Lern- und subkulturtheoretische Kriminalitätstheorien erklären Kriminalität als Ergebnis sozialer Lernprozesse. Abweichendes Verhalten ist demnach kein angeborenes Merkmal,
Edgework (Lyng)
Edgework ist ein sozialpsychologisches Konzept, das freiwillig unternommene, risikobehaftete Handlungen („voluntary risk taking“) beschreibt, bei denen Individuen bewusst Situationen aufsuchen, in denen sie sich an der Grenze zwischen Ordnung und Chaos bewegen. In diesen Grenzsituationen erleben sie intensive Formen von Kontrolle, Selbstwirksamkeit und Identität. Merkzettel Edgework (Stephen Lyng) Hauptvertreter: Stephen
Cultural Criminology
Die Cultural Criminology ist keine Kriminalitätstheorie im engeren Sinne. Vielmehr handelt es sich um einen im angelsächsischen Raum entstandenen theoriegeleiteten Zugang, der in Anlehnung an die Cultural Studies, den Poststrukturalismus und kritische Kriminalitätstheorien Devianz und Kriminalitätskontrolle als symbolvermittelte, interaktive und kulturell aufgeladene Prozesse begreift. Programmatisch zusammengeführt wurde dieser Ansatz unter
Kultur/ Emotion/ Situation
Kultur-, emotions- und situationsorientierte Kriminalitätstheorien Kultur-, emotions- und situationsorientierte Kriminalitätstheorien erklären abweichendes Verhalten nicht allein durch soziale Benachteiligung oder individuelle Pathologie, sondern rücken kulturelle Bedeutungen, emotionale Erfahrungen und konkrete Handlungssituationen in den Mittelpunkt. Kriminalität erscheint in diesen Ansätzen als soziales Handeln im Sinne Max Webers – sinnhaft auf andere Akteure
Kriminalitätstheorien
Was sind Kriminalitätstheorien? Die Seite bietet einen Überblick über zentrale Erklärungsansätze der Kriminologie – von Anomie und sozialer Desorganisation bis zu Labeling, Kontrolle und Rational Choice. Kriminalitätstheorien – also Theorien zur Erklärung von Kriminalität – erklären, warum Menschen kriminell werden, warum manche Menschen nicht kriminell werden und wie Gesellschaften Devianz
