Sozialwissenschaftliche Theorien
Cesare Beccaria wurde 1738 in Mailand geboren. Mit seinem Werk „Dei delitti e delle pene“ legte er den Grundstein der modernen Strafrechtstheorie und der Klassischen Kriminologie.
Jeremy Bentham wurde 1748 in London geboren. Der Philosoph und Jurist gilt als Begründer des Utilitarismus und als Vordenker moderner Strafrechtsreformen.
Mit der Patentierung der Dampfmaschine durch James Watt begann die industrielle Revolution. Sie veränderte Produktion, Arbeit, Stadtentwicklung und soziale Klassenverhältnisse grundlegend.
Mit dem Sturm auf die Bastille begann die Französische Revolution. Sie markiert den symbolischen Bruch mit der feudalen Gesellschaftsordnung und den Aufstieg moderner Demokratie und Bürgerrechte.
Cesare Beccaria starb 1794 in Mailand. Seine Ideen zur Humanisierung des Strafrechts wirken bis heute fort.
Jeremy Bentham starb 1832 in London. Seine Ideen zum rationalen Strafrecht und zur sozialen Nützlichkeit von Gesetzen prägen bis heute Ethik und Kriminologie.
Beginn der internationalen Arbeiterbewegung – Ursprung des „Tags der Arbeit“. Symbol für Klassenkampf und Gewerkschaftsgeschichte.
Émile Durkheim veröffentlicht Die Regeln der soziologischen Methode, ein Grundstein der modernen Soziologie.
Theodor W. Adorno wurde 1903 in Frankfurt am Main geboren. Er gilt als einer der zentralen Vertreter der Frankfurter Schule und Mitbegründer der Kritischen Theorie.
Beendete den Ersten Weltkrieg, schuf neue Staaten und gesellschaftliche Spannungen, die zur Zwischenkriegszeit führten.
Zygmunt Bauman wurde 1925 in Posen geboren. Er war ein polnisch-britischer Soziologe, der mit seinem Konzept der „flüssigen Moderne“ die Gegenwartssoziologie nachhaltig geprägt hat.
Howard S. Becker wurde 1928 in Chicago geboren. Der US-amerikanische Soziologe prägte mit seiner Etikettierungstheorie die moderne Devianzforschung.
Der Börsencrash leitete die Weltwirtschaftskrise ein – Auslöser für Arbeitslosigkeit, Armut und soziale Unruhen.
Peter L. Berger wurde 1929 in Wien geboren. Er war ein bedeutender Religions- und Wissenssoziologe und Mitautor von „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“.
Gary S. Becker wurde 1930 in Pennsylvania geboren. Der US-amerikanische Ökonom und Soziologe erhielt 1992 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften und gilt als Begründer der ökonomischen Soziologie.
George H. Mead veröffentlicht posthum Geist, Identität und Gesellschaft – ein Schlüsselwerk des symbolischen Interaktionismus.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es im gesamten Deutschen Reich zu gewaltsamen Übergriffen auf Jüdinnen und Juden. Synagogen wurden in Brand gesetzt, Geschäfte zerstört und tausende Menschen verhaftet. Das Pogrom markierte den Übergang von Diskriminierung zu systematischer Verfolgung.
Ronald L. Akers wurde 1939 in New Albany geboren. Er war einer der bedeutendsten Vertreter der sozialpsychologischen Kriminologie und Hauptautor der Social Learning Theory.
Clifford R. Shaw & Henry D. McKay veröffentlichen Juvenile Delinquency and Urban Areas.
Elijah Anderson wurde 1943 in Hermondale geboren. Der US-amerikanische Soziologe ist bekannt für seine ethnografischen Studien zur städtischen Armut, Gewalt und dem „Code of the Street“.
Ulrich Beck wurde 1944 in Stolp geboren. Der deutsche Soziologe gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Gegenwartsdiagnose und prägte den Begriff der „Risikogesellschaft“.
Symbol für technologische Macht, Gewaltpotenzial und ethische Verantwortung moderner Gesellschaften.
Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte Grundstein moderner Normen internationaler Gerechtigkeit.
Robert Agnew wurde 1953 in Atlantic City geboren. Er ist ein US-amerikanischer Kriminologe und Mitbegründer der General Strain Theory, einer Weiterentwicklung klassischer Anomietheorien.
Erving Goffman veröffentlicht The Presentation of Self in Everyday Life – eine Pionierarbeit des Symbolischen Interaktionismus.
Erving Goffman veröffentlicht Stigma: Notes on the Management of Spoiled Identity.
Mit der Unterzeichnung des Civil Rights Act beendeten die USA offiziell die gesetzliche Rassentrennung. Das Gesetz war ein Meilenstein der Bürgerrechtsbewegung und sozialer Gleichheit.
Michelle Alexander wurde 1967 in Stelle (Illinois) geboren. Die Juristin und Bürgerrechtlerin wurde mit ihrem Werk „The New Jim Crow“ international bekannt, in dem sie die Rassifizierung des US-Strafrechtssystems kritisiert.
Zäsur in der US-Bürgerrechtsbewegung; Symbol für soziale Ungleichheit und Gewalt gegen Minderheiten.
Die Mai-Unruhen in Paris markieren den Höhepunkt der 1968er-Bewegung – ein Symbol gesellschaftlicher Transformation.
Theodor W. Adorno starb 1969 in Visp. Sein Werk prägt bis heute Philosophie, Soziologie und Kulturkritik.
Mit der Landung von Apollo 11 auf dem Mond erreichte die Menschheit einen technologischen Höhepunkt. Das Ereignis steht für Fortschrittsglauben, Kalten Krieg und mediale Inszenierung von Wissen.
Michel Foucault veröffentlicht Surveiller et punir (Überwachen und Strafen).
Frances Heidensohn veröffentlicht Women and Crime, das Standardwerk feministischer Kriminologie.
Ulrich Beck veröffentlicht Risikogesellschaft: Auf dem Weg in eine andere Moderne.
Der Fall der Berliner Mauer markiert das Ende des Kalten Krieges und den Beginn einer neuen globalen Ordnung. Er gilt als Symbol für Freiheit, Einheit und den Wandel politischer Systeme.
Nils Christie veröffentlicht Crime Control as Industry: Towards Gulags, Western Style.
Jock Young veröffentlicht The Exclusive Society, ein zentrales Werk der spätmodernen Kriminalitätstheorie.
Wendepunkt der globalen Sicherheits- und Überwachungspolitik. Leitete das Zeitalter des „War on Terror“ ein.
Angela Y. Davis veröffentlicht Are Prisons Obsolete?, ein grundlegender Text der abolitionistischen Kriminologie.
Apple stellte das erste iPhone vor und leitete damit die Ära der Smartphones ein. Das Gerät veränderte Kommunikation, Mediennutzung und soziale Interaktion weltweit.
Bernard E. Harcourt veröffentlicht Against Prediction: Profiling, Policing, and Punishing in an Actuarial Age.
Symbolische Initialzündung der globalen Finanzkrise und des Vertrauensverlusts in neoliberale Wirtschaftsstrukturen.
Loïc Wacquant veröffentlicht Punishing the Poor: The Neoliberal Government of Social Insecurity.
Gary S. Becker starb 2014 in Chicago. Seine Analysen sozialer Phänomene mit ökonomischen Methoden prägten ganze Generationen von Sozialwissenschaftlern.
→ Ulrich Beck starb 2015 in München. Seine Theorie der reflexiven Moderne zählt zu den zentralen Beiträgen der Spätmoderne.
Peter L. Berger starb 2017 in den USA. Seine Arbeiten zur sozialen Konstruktion von Wissen beeinflussten Soziologie, Theologie und Kulturwissenschaften weltweit.
Zygmunt Bauman starb 2017 in Leeds. Seine Arbeiten zu Globalisierung, Konsum und sozialer Unsicherheit gehören zu den einflussreichsten Diagnosen der Moderne.
Virginia Eubanks veröffentlicht Automating Inequality: How High-Tech Tools Profile, Police, and Punish the Poor.
Globale Gesundheits- und Sozialkrise, die Fragen nach Solidarität, Risiko, Kontrolle und Ungleichheit neu aufwarf.
Erneute Zäsur in der europäischen Friedensordnung; Wiederkehr geopolitischer Konflikte.
Howard S. Becker starb 2023 in San Francisco. Seine Arbeiten über Subkulturen, Jazz und Devianz zählen zu den Klassikern der interpretativen Soziologie.
Ronald L. Akers verstarb 2024. Mit seiner Social Learning Theory prägte er die moderne empirische Kriminologie.