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Dokumentenanalyse

Zuletzt aktualisiert: 17. April 2026 | Veröffentlicht: 17. April 2026 von Christian Wickert

Inhaltsverzeichnis

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  • Einleitung
  • Was ist Dokumentenanalyse?
    • Dokumentenanalyse auf einen Blick
  • Arten von Dokumenten
  • Dokumentenanalyse vs. Inhaltsanalyse
    • Dokumentenanalyse und Inhaltsanalyse
  • Vorgehen bei der Dokumentenanalyse
    • 1. Forschungsfrage formulieren
    • 2. Dokumente auswählen
    • 3. Entstehungskontext analysieren
    • 4. Auswertungsmethode bestimmen
    • 5. Interpretation der Ergebnisse
    • Typischer Ablauf einer Dokumentenanalyse
  • Vorteile der Methode
  • Nachteile und Grenzen
  • Beispiele aus Soziologie und Kriminologie
    • Beispiele für dokumentenanalytisches Material
  • Praxisbeispiel: Aktenanalyse in der Kriminologie
    • Aktenanalyse als Form der Dokumentenanalyse
  • Fazit
  • Weiterführende Literatur

Einleitung

Die Dokumentenanalyse ist eine wichtige Methode der empirischen Sozialforschung. Anders als bei Beobachtungen oder standardisierten Befragungen werden hier keine neuen Daten erhoben. Stattdessen arbeiten Forschende mit bereits vorhandenen Materialien, also mit Dokumenten, die in gesellschaftlichen, institutionellen oder kulturellen Zusammenhängen entstanden sind.

Solche Dokumente können sehr unterschiedliche Formen annehmen: Gesetzestexte, Gerichtsakten, Verwaltungsdokumente, Zeitungsartikel, Social-Media-Beiträge, Briefe, Tagebücher, Protokolle oder Songtexte. Gerade in der Soziologie und KriminologieKriminologie ist die interdisziplinäre Wissenschaft über Ursachen, Erscheinungsformen und gesellschaftliche Reaktionen auf normabweichendes Verhalten. Sie untersucht insbesondere Prozesse sozialer Kontrolle, rechtliche Rahmenbedingungen sowie individuelle und strukturelle Einflussfaktoren. ist die Dokumentenanalyse deshalb weit verbreitet. Sie ermöglicht es, gesellschaftliche Diskurse, institutionelle Praktiken, Deutungsmuster und Machtverhältnisse zu untersuchen, ohne selbst neue Daten im Feld erheben zu müssen.

Die Methode eignet sich besonders dann, wenn Forschende nachvollziehen möchten, wie soziale Wirklichkeit in Texten, Akten, Medien oder anderen fixierten Kommunikationsformen dokumentiert, beschrieben und gedeutet wird.

Was ist Dokumentenanalyse?

Unter Dokumentenanalyse versteht man die systematische Untersuchung bereits vorhandener Dokumente zur Beantwortung einer sozialwissenschaftlichen Forschungsfrage. Im Mittelpunkt steht also nicht die Erhebung neuer Daten, sondern die Analyse von Materialien, die unabhängig vom aktuellen Forschungsprozess entstanden sind.

Dokumente sind dabei nicht bloß neutrale Informationsträger. Sie sind immer in bestimmte soziale, politische oder institutionelle Kontexte eingebettet. Wer ein Dokument verfasst hat, für welchen Zweck es entstanden ist, welche Perspektive darin sichtbar wird und welche Informationen fehlen, sind daher zentrale Fragen der Dokumentenanalyse.

Die Methode geht davon aus, dass Dokumente Spuren sozialer Wirklichkeit enthalten. Sie können Auskunft darüber geben, wie Institutionen arbeiten, wie gesellschaftliche Probleme beschrieben werden, welche NormenVerhaltensregeln und Erwartungen, die innerhalb einer Gesellschaft oder sozialen Gruppe als verbindlich gelten. und Werte in einem bestimmten Kontext gelten oder wie bestimmte Gruppen dargestellt werden.

Dokumentenanalyse auf einen Blick

Die Dokumentenanalyse untersucht bereits vorhandene Materialien systematisch im Hinblick auf eine Forschungsfrage. Sie eignet sich besonders für Themen, bei denen gesellschaftliche Deutungen, institutionelle Abläufe oder öffentliche Darstellungen analysiert werden sollen.

Arten von Dokumenten

Was in einer Untersuchung als Dokument gilt, hängt stark von der Forschungsfrage ab. In der sozialwissenschaftlichen Forschung kann der Dokumentbegriff sehr weit gefasst werden.

Typische Dokumente sind beispielsweise:

  • amtliche Dokumente: Gesetze, Polizeiberichte, Gerichtsentscheidungen, Verwaltungsakten, Verordnungen, Statistiken
  • organisationsbezogene Dokumente: Protokolle, Leitbilder, Rundschreiben, interne Berichte, Dienstanweisungen
  • mediale Dokumente: Zeitungsartikel, Fernsehberichte, Online-Medien, Pressemitteilungen, Podcasts
  • persönliche Dokumente: Briefe, Tagebücher, autobiographische Texte, Notizen
  • digitale Dokumente: Social-Media-Posts, Forenbeiträge, Kommentare, Webseiten
  • kulturelle Dokumente: Songtexte, Filme, Werbeanzeigen, Plakate, Fotografien

Die große Bandbreite zeigt, dass Dokumentenanalyse in sehr unterschiedlichen Forschungsfeldern eingesetzt werden kann. In der Kriminologie sind etwa Gerichtsakten, Polizeiberichte, Medienberichte über KriminalitätKriminalität bezeichnet gesellschaftlich normierte Handlungen, die gegen das Strafgesetz verstoßen. oder politische Debatten über Sicherheit besonders relevante Datenquellen. In der Soziologie kommen dagegen häufig Programme, Protokolle, Alltagsdokumente oder mediale Darstellungen sozialer Probleme in den Blick.

Dokumentenanalyse vs. Inhaltsanalyse

Die Begriffe Dokumentenanalyse und Inhaltsanalyse werden häufig gleichgesetzt. Methodisch handelt es sich jedoch nicht um dasselbe.

Die Dokumentenanalyse bezeichnet zunächst eine Forschungsstrategie oder einen Zugang zu Daten. Forschende entscheiden sich dafür, bereits vorhandene Dokumente als Materialgrundlage ihrer Untersuchung zu nutzen. Die Frage lautet also zunächst: Welche Dokumente werden analysiert und warum?

Die Inhaltsanalyse ist demgegenüber eine konkrete Auswertungsmethode. Mit ihr können Dokumente systematisch nach Kategorien, Themen oder Bedeutungsstrukturen untersucht werden. Die Frage lautet hier eher: Wie wird das vorliegende Material ausgewertet?

Anders formuliert: Dokumentenanalyse benennt die Datenquelle, Inhaltsanalyse die Auswertungstechnik. Eine Dokumentenanalyse kann daher mit Hilfe einer Inhaltsanalyse erfolgen, sie muss es aber nicht. Dokumente können auch mit anderen Methoden untersucht werden, etwa durch Diskursanalyse, Frame-Analyse, Hermeneutik oder historische Quelleninterpretation.

Dokumentenanalyse und Inhaltsanalyse

  • Dokumentenanalyse: Welche Dokumente werden untersucht und in welchem Kontext sind sie entstanden?
  • Inhaltsanalyse: Wie werden diese Dokumente systematisch ausgewertet?

Die Inhaltsanalyse ist somit eine mögliche Methode innerhalb der Dokumentenanalyse, aber nicht mit ihr identisch.

Vorgehen bei der Dokumentenanalyse

Auch wenn Dokumente bereits vorliegen, verläuft eine Dokumentenanalyse nicht unsystematisch. Sie folgt vielmehr mehreren methodischen Schritten.

1. Forschungsfrage formulieren

Am Anfang steht die Frage, was genau untersucht werden soll. Ohne eine klare Forschungsfrage besteht die Gefahr, dass lediglich Material gesammelt wird, ohne dass daraus eine wissenschaftlich tragfähige Analyse entsteht.

2. Dokumente auswählen

Im nächsten Schritt wird festgelegt, welche Dokumente in die Untersuchung einbezogen werden. Diese Auswahl sollte begründet erfolgen. Relevant sind dabei unter anderem Zeitraum, Entstehungskontext, Dokumenttyp und thematische Passung.

3. Entstehungskontext analysieren

Dokumente müssen immer auch im Hinblick auf ihren Kontext gelesen werden. Wer hat das Dokument erstellt? Für welchen Zweck? In welcher institutionellen oder politischen Situation ist es entstanden? Welche Perspektive ist darin sichtbar – und welche bleibt unsichtbar?

4. Auswertungsmethode bestimmen

Anschließend wird entschieden, wie die Dokumente ausgewertet werden sollen. In vielen Fällen erfolgt die Analyse mittels qualitativer Inhaltsanalyse, also durch die Entwicklung von Kategorien und die systematische Zuordnung relevanter Textstellen. Je nach Forschungsfrage können aber auch andere Verfahren sinnvoll sein.

5. Interpretation der Ergebnisse

Die eigentliche wissenschaftliche Leistung besteht schließlich in der Interpretation des Materials. Ziel ist es nicht nur, Inhalte zusammenzufassen, sondern soziale Bedeutungen, institutionelle Logiken oder gesellschaftliche Deutungsmuster herauszuarbeiten.

Typischer Ablauf einer Dokumentenanalyse

  1. Forschungsfrage formulieren
  2. relevante Dokumente auswählen
  3. Entstehungskontext der Dokumente klären
  4. geeignete Auswertungsmethode festlegen
  5. Material systematisch analysieren
  6. Ergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage interpretieren

Vorteile der Methode

Die Dokumentenanalyse besitzt mehrere Vorteile, die sie besonders für studentische Forschungsarbeiten attraktiv machen.

  • Dokumente liegen bereits vor: Es müssen keine Interviewpartner gewonnen, keine Beobachtungen organisiert und keine Fragebögen verteilt werden.
  • Keine Reaktivität: Die Dokumente wurden unabhängig von der aktuellen Untersuchung erstellt. Dadurch beeinflusst die Forschungssituation das Material nicht unmittelbar.
  • Breites Anwendungsspektrum: Die Methode eignet sich für politische, mediale, institutionelle und kulturelle Fragestellungen.
  • Gut für sensible Themen: Gerade bei schwer zugänglichen oder normativ aufgeladenen Themen kann die Analyse vorhandener Dokumente besonders sinnvoll sein.
  • Praktisch für Seminar- und Abschlussarbeiten: Die Methode lässt sich oft auch mit begrenzten Ressourcen gut umsetzen.

Nachteile und Grenzen

Die Methode hat jedoch auch Grenzen, die in der Forschung berücksichtigt werden müssen.

  • Selektionsproblem: Dokumente sind nicht neutral und oft nicht zufällig entstanden. Sie bilden nur bestimmte Perspektiven ab.
  • Kontextabhängigkeit: Ohne Kenntnis des sozialen, institutionellen oder historischen Entstehungskontexts können Dokumente leicht missverstanden werden.
  • Interpretationsspielräume: Gerade qualitative Analysen lassen unterschiedliche Deutungen zu. Die Auswertung muss deshalb besonders transparent und nachvollziehbar sein.
  • Lücken im Material: Nicht alles, was für eine Forschungsfrage relevant wäre, ist dokumentiert oder zugänglich.
  • Zugangsbeschränkungen: Gerade bei Akten, internen Dokumenten oder personenbezogenen Daten kann der Zugang rechtlich oder organisatorisch eingeschränkt sein.

Beispiele aus Soziologie und Kriminologie

Die Dokumentenanalyse wird in der Soziologie und Kriminologie in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen eingesetzt.

In der Soziologie kann sie etwa genutzt werden, um politische Programme, Leitbilder von Organisationen, Medienberichte oder historische Dokumente zu untersuchen. Auf diese Weise lassen sich gesellschaftliche Deutungsmuster, Normen und Diskurse rekonstruieren.

In der Kriminologie werden häufig Gerichtsentscheidungen, Polizeiberichte, Akten, Kriminalstatistiken oder Medienberichte über Kriminalität analysiert. So kann untersucht werden, wie Kriminalität beschrieben, erklärt und bewertet wird oder welche institutionellen Routinen bei der Bearbeitung bestimmter Fälle sichtbar werden.

Auch kulturelle Materialien können dokumentenanalytisch ausgewertet werden. Ein Beispiel hierfür ist die Analyse von Raptexten, in denen Darstellungen von Polizei, KontrolleKontrolle bezeichnet soziale Mechanismen, mit denen Verhalten überwacht, reguliert und an geltende Normen angepasst wird., Devianz oder sozialer Ungleichheit untersucht werden. In solchen Fällen werden kulturelle Produkte selbst zu aufschlussreichen Dokumenten gesellschaftlicher Wirklichkeit.

Beispiele für dokumentenanalytisches Material

  • Zeitungsberichte über JugendkriminalitätKriminelles Verhalten von Personen, die nach deutschem Recht als Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre) oder Heranwachsende (18 bis unter 21 Jahre) gelten.
  • Gerichtsentscheidungen zu HasskriminalitätStraftaten, die sich gegen Personen oder Gruppen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen, ethnischen, religiösen oder sexuellen Gruppen richten und von Vorurteilen oder Hass motiviert sind.
  • Polizeiliche Lagebilder
  • Parteiprogramme zur Inneren SicherheitSicherheit bezeichnet den gesellschaftlich hergestellten Zustand der Abwesenheit oder Beherrschbarkeit von Gefahren.
  • Songtexte mit Bezug zu PolizeiDie Polizei ist eine staatliche Institution zur Gefahrenabwehr, Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Verfolgung von Straftaten. und Kontrolle
  • Social-Media-Kommentare zu kriminalpolitischen Debatten

Praxisbeispiel: Aktenanalyse in der Kriminologie

Eine häufige Form der Dokumentenanalyse in der Kriminologie ist die Aktenanalyse. Dabei werden institutionelle Dokumente wie Polizeiberichte, Ermittlungsakten oder Gerichtsakten systematisch ausgewertet, um Informationen über bestimmte Kriminalitätsphänomene zu gewinnen.

Ein Beispiel hierfür ist eine Untersuchung zum illegalen Handel mit einem verschreibungspflichtigen Medikament. Ziel der Studie war es herauszufinden, wie verbreitet dieses Medikament auf dem DrogenDrogen sind psychoaktive Substanzen, die das zentrale Nervensystem beeinflussen und in legaler oder illegaler Form konsumiert werden.-Schwarzmarkt ist.

Da hierzu keine verlässlichen statistischen Daten vorlagen, wurden polizeiliche Ermittlungsakten eines Rauschgiftdezernats ausgewertet. In den Akten wurden unter anderem folgende Aspekte dokumentiert:

    • Art der sichergestellten Substanzen
    • Herkunft und Vertriebswege
    • Formen des Handels
    • Beteiligte Personengruppen

Durch die systematische Sichtung und Auswertung der Akten ließ sich rekonstruieren, in welchen Kontexten das Medikament auf dem illegalen Markt auftauchte und welche RolleEine soziale Rolle bezeichnet das Bündel normativer Erwartungen, das an das Verhalten einer Person in einer bestimmten sozialen Position geknüpft ist. es im lokalen Drogenhandel spielte.

Solche Aktenanalysen sind besonders aufschlussreich, weil sie Einblicke in reale Ermittlungsverfahren und institutionelle Praktiken ermöglichen. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass Polizeiakten nur solche Fälle dokumentieren, die tatsächlich entdeckt und verfolgt wurden. Sie bilden daher in der Regel nur einen Teil der tatsächlichen Kriminalitätswirklichkeit ab.

Aktenanalyse als Form der Dokumentenanalyse

Polizeiliche Ermittlungsakten, Gerichtsakten oder Verwaltungsakten stellen wichtige Datenquellen für kriminologische Forschung dar. Sie ermöglichen Einblicke in Ermittlungsabläufe, Tatkontexte und institutionelle Entscheidungsprozesse. Gleichzeitig spiegeln sie vor allem das HellfeldDer Teil der Kriminalität, der polizeilich bekannt und in Statistiken wie der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erfasst wird. der Kriminalität wider, also Fälle, die von Strafverfolgungsbehörden registriert wurden.

Fazit

Die Dokumentenanalyse ist eine vielseitige Methode der empirischen Sozialforschung. Sie ermöglicht die systematische Untersuchung bereits vorhandener Texte, Akten, Medien und anderer Dokumente und eignet sich besonders für Fragestellungen, bei denen gesellschaftliche Deutungen, institutionelle Praktiken oder kulturelle Darstellungen im Mittelpunkt stehen.

Gerade in der Soziologie und Kriminologie stellt sie ein wichtiges Instrument dar, weil viele soziale Prozesse Spuren in Dokumenten hinterlassen. Methodisch wichtig ist dabei vor allem die Unterscheidung zwischen Dokumentenanalyse als Zugang zum Material und Inhaltsanalyse als möglicher Auswertungsmethode.

Wer mit Dokumenten arbeitet, sollte daher nicht nur deren Inhalt lesen, sondern auch ihren Entstehungskontext, ihre Perspektivität und ihre soziale Bedeutung reflektieren.

Weiterführende Literatur

  • Flick, U. (2009). Qualitative Sozialforschung. Eine Einführung (2. Aufl.). Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.
  • Mayring, P. (2015). Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken (12. Aufl.). Weinheim, Basel: Beltz.
  • Prior, L. (2003). Using Documents in Social Research. London, Thousand Oaks, New Delhi: Sage.
  • Wolff, S. (2000). Dokumenten- und Aktenanalyse. In: Uwe Flick, Ernst von Kardorff & Ines Steinke (Hrsg.), Qualitative Forschung. Ein Handbuch. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, S. 502–513.

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Kategorie: Forschung Tags: Aktenanalyse, Datenanalyse, Dokumentenanalyse, Empirische Sozialforschung, Forschungsmethoden, Inhaltsanalyse, Kriminologie, Methoden, qualitative Methoden, Sozialwissenschaften

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