Pierre Bourdieus Theorie der Praxis (auch: Praxistheorie) ist ein gesellschaftstheoretisches Paradigma, das soziale Ordnung als Ergebnis alltäglicher Praktiken erklärt. Gesellschaft entsteht weder ausschließlich durch objektive Strukturen noch allein durch bewusstes Handeln, sondern durch ein Wechselspiel aus inkorporierten Dispositionen (Habitus), verfügbaren Ressourcen (Kapital) und den sozialen Arenen, in denen um Positionen
soziale Reproduktion
Pierre Bourdieu – Die feinen Unterschiede (1979)
Pierre Bourdieus Die feinen Unterschiede (La Distinction, 1979, dt. 1982) gehört zu den einflussreichsten soziologischen Werken des 20. Jahrhunderts. Seine Theorie der sozialen Ungleichheit prägt bis heute die Soziologie, insbesondere die Analyse sozialer Klassen, sozialer Mobilität und der Reproduktion von Machtverhältnissen. Dem Buch und seinen Konzepten liegt eine umfassende empirische
