Die Voluntaristische Kriminalitätstheorie des deutschen Kriminologen Dieter Hermann erklärt abweichendes Verhalten durch das Zusammenspiel individueller Wertorientierungen und der Akzeptanz sozialer Normen. Kriminalität entsteht demnach nicht allein aus sozialen Strukturen oder situativen Gelegenheiten, sondern aus individuellen Entscheidungen, die durch Werte, Normen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Der Ansatz verbindet handlungstheoretische Überlegungen
Dieter Hermann
Karriere/ Entwicklung/ Lebenslauf
Entwicklungs- und Lebenslauftheorien – im Englischen meist als Life-Course oder Developmental Criminology bezeichnet – betrachten Kriminalität nicht als punktuelles Ereignis, sondern als prozesshaften Verlauf. Im Zentrum dieser Kriminalitätstheorien steht die Annahme, dass sich kriminelles Verhalten über die Zeit entwickelt, verändert und unter bestimmten Bedingungen auch wieder beendet. Die hier vertretenen