Kriminalität ist nicht geschlechtsneutral. In nahezu allen Ländern und über lange historische Zeiträume hinweg zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Bezug auf Täterschaft, Viktimisierung und gesellschaftliche Reaktionen auf Kriminalität. Während Männer einen überwiegenden Teil der registrierten Straftäter stellen – insbesondere bei Gewalt- und Eigentumsdelikten –, sind Frauen
Geschlechterrollen
Kinderserien als Sozialisationsinstanz – Normen, Rollenbilder und gesellschaftliche Ordnung
Kinderfernsehen wirkt auf den ersten Blick harmlos: bunte Figuren, einfache Geschichten, klare Konflikte. Aus soziologischer Perspektive sind Kinderserien jedoch alles andere als trivial. Sie entwerfen Modellwelten, in denen Kinder lernen, was „normal“ ist – welche Familienformen, Berufe, Konflikte, Geschlechterrollen und Formen von Autorität als selbstverständlich gelten. Kinderserien sind damit Teil
Power-Control-Theory (Hagan)
Die Power-Control-Theorie von John Hagan erklärt geschlechtsspezifische Unterschiede in den Kriminalitätsraten von Männern und Frauen. Sie führt diese Unterschiede darauf zurück, dass Jungen und Mädchen innerhalb von Familien unterschiedlich sozialisiert werden. Während Jungen häufig mehr Freiheit und Risikospielräume erhalten und daher eher zu Delinquenz neigen, werden Mädchen stärker kontrolliert und
Feministische Kriminalitätstheorien
Feministische Kriminologie Feministische Kriminologie bezeichnet eine kriminologische Perspektive, die Kriminalität, Viktimisierung und Strafverfolgung als geschlechtlich geprägt analysiert. Eine einheitliche feministische Kriminalitätstheorie existiert nicht. Treffender ist es daher, von feministischer Kriminologie zu sprechen: einer kriminologischen Perspektive, die untersucht, wie Geschlecht und Geschlechterrollen Kriminalität, Viktimisierung und die Reaktionen sozialer Kontrollinstanzen prägen. Feministische