Kriminalität ist mehr als die Verletzung von Gesetzen. Sie ist zugleich ein kulturelles, soziales und kommunikatives Phänomen. Vorstellungen von Kriminalität entstehen nicht allein durch Straftaten selbst, sondern auch durch Erzählungen, Bilder, Symbole, Medienberichte, Musik, Filme oder öffentliche Debatten. Was als gefährlich, abweichend oder bedrohlich gilt, wird gesellschaftlich ausgehandelt und kulturell
Kultur und Kriminalität
Kulturkonflikttheorie (Sellin)
Die Kulturkonflikttheorie (Culture Conflict Theory) geht auf Thorsten Sellin zurück. In seinem Buch Culture Conflict and Crime berichtet Sellin von einem Kriminalfall, der die amerikanische Öffentlichkeit bewegt hat: Ein sizilianischer Einwanderer in den USA stand vor Gericht und wurde von einer Jury wegen Mordes verurteilt. Für ihn selbst war die
Cultural Criminology
Die Cultural Criminology ist keine Kriminalitätstheorie im engeren Sinne. Vielmehr handelt es sich um einen im angelsächsischen Raum entstandenen theoriegeleiteten Zugang, der in Anlehnung an die Cultural Studies, den Poststrukturalismus und kritische Kriminalitätstheorien Devianz und Kriminalitätskontrolle als symbolvermittelte, interaktive und kulturell aufgeladene Prozesse begreift. Programmatisch zusammengeführt wurde dieser Ansatz unter