Entwicklungs- und Lebenslauftheorien – im Englischen meist als Life-Course oder Developmental Criminology bezeichnet – betrachten Kriminalität nicht als punktuelles Ereignis, sondern als prozesshaften Verlauf. Im Zentrum dieser Kriminalitätstheorien steht die Annahme, dass sich kriminelles Verhalten über die Zeit entwickelt, verändert und unter bestimmten Bedingungen auch wieder beendet. Die hier vertretenen
Sampson und Laub
Mehrfaktorenansatz nach Sheldon Glueck & Eleanor Turoff Glueck
Was ist ein Mehrfaktorenansatz? Um die einseitigen Erklärungsversuche einzelner Kriminalitätstheorien zu überwinden und der Komplexität kriminellen Verhaltens besser gerecht zu werden, entwickelten sich sogenannte Mehrfaktorenansätze. Diese gehen davon aus, dass Kriminalität nicht durch einen einzelnen Faktor verursacht wird, sondern durch das Zusammenwirken mehrerer biologischer, psychologischer und sozialer Einflüsse. Je mehr
