Die Two-Path-Theory (auch: Developmental Taxonomy of Antisocial Behavior) der Kriminologin Terrie E. Moffitt unterscheidet zwei grundlegende Entwicklungsverläufe kriminellen Verhaltens. Grundlage der Theorie ist unter anderem die bekannte Dunedin-Längsschnittstudie, in der rund 1.000 neuseeländische Kinder über mehrere Jahrzehnte hinweg untersucht wurden. Moffitt identifiziert zwei zentrale Tätergruppen: adolescence-limited offenders (zeitlich begrenzte Jugenddelinquenz)
Terrie Moffitt
Biologische Kriminalitätstheorien
Was erklären biologische Kriminalitätstheorien? Biologische Kriminalitätstheorien sind ein zentraler Bestandteil der Kriminalitätstheorien und gehen davon aus, dass individuelle körperliche, genetische oder neurologische Eigenschaften beeinflussen, ob Menschen kriminelle Handlungen begehen. Sie zählen damit zu den ältesten Erklärungsansätzen der Kriminologie und reichen von Lombrosos Theorie des „geborenen Verbrechers“ bis zu modernen biosozialen