Ferdinand Tönnies zählt zu den Gründungsfiguren der deutschsprachigen Soziologie. Internationale Bekanntheit erlangte er durch die begriffliche Unterscheidung von Gemeinschaft und Gesellschaft, mit der er grundlegende Formen sozialen Zusammenlebens systematisch analysierte. Tönnies verstand soziale Ordnung als historisch wandelbar: Während Gemeinschaft durch Nähe, Tradition und affektive Bindungen geprägt ist, basiert Gesellschaft auf
Sozialphilosophie
Georg Simmel
Georg Simmel gilt als einer der Begründer der modernen Soziologie und als zentraler Vertreter der formalen bzw. relationalen Soziologie. Er studierte Philosophie, Geschichte und Psychologie in Berlin und lehrte dort lange Zeit als Privatdozent, da ihm – auch aus antisemitischen Gründen – der reguläre akademische Aufstieg weitgehend verwehrt blieb. Simmels
Karl Marx
Karl Marx zählt zu den einflussreichsten Sozialtheoretikern der Moderne und gilt als zentraler Begründer der kritischen Gesellschaftstheorie. Nach dem Studium der Philosophie, Geschichte und Rechtswissenschaften wirkte er als Journalist, politischer Aktivist und Wissenschaftler im Exil, vor allem in Paris, Brüssel und London. Gemeinsam mit Friedrich Engels entwickelte Marx eine materialistische
Friedrich Engels
Friedrich Engels war ein deutscher Sozialphilosoph, politischer Ökonom und einer der zentralen Theoretiker des wissenschaftlichen Sozialismus. Er stammt aus einer Unternehmerfamilie in Barmen (heute Wuppertal) und arbeitete viele Jahre in Manchester, wo er die sozialen Bedingungen der industriellen Arbeiterklasse empirisch untersuchte. Engels war nicht nur enger Weggefährte von Karl Marx,



