Film / Serie

Boyhood (2014)

Über einen Zeitraum von zwölf Jahren begleitet Boyhood Mason von seiner Kindheit bis zum Beginn des Erwachsenenlebens. Familienkonflikte, Umzüge, wechselnde Bezugspersonen, Freundschaften und erste Beziehungen prägen seinen Lebensweg. Der Film zeigt dabei ohne größere Zeitsprünge, wie sich Persönlichkeit, soziale Beziehungen und Verhaltensweisen im Verlauf von Kindheit und Jugend verändern.

Film- / Serienprofil

Originaltitel:
Boyhood
Deutscher Titel:
Boyhood
Erscheinungsjahr:
2014
Land:
USA
Regie / Creator / Showrunner:
Richard Linklater
Medium:
Spielfilm
Laufzeit / Umfang:
165 Minuten
Sozialwissenschaftliche Einordnung

Kriminologische Relevanz

Boyhood richtet den Blick auf individuelle Entwicklung als langfristigen Prozess und eignet sich deshalb besonders für eine lebenslaufbezogene Betrachtung von Jugend und Devianz. Mason wächst unter wechselnden familiären und sozialen Bedingungen auf und experimentiert im Jugendalter unter anderem mit Alkohol, Drogen und verschiedenen Formen der Grenzüberschreitung. Diese Verhaltensweisen erscheinen jedoch nicht als Ausdruck einer sich dauerhaft verfestigenden delinquenten Karriere, sondern als Teil einer zeitlich begrenzten Phase des Erwachsenwerdens.

Damit lässt sich der Film insbesondere mit Terrie E. Moffitts Two-Path-Theory verbinden. Moffitt unterscheidet zwischen einer kleinen Gruppe von life-course-persistent offenders, deren antisoziales Verhalten bereits früh beginnt und sich über den Lebensverlauf verfestigt, und den wesentlich häufigeren adolescence-limited offenders, deren Normverletzungen weitgehend auf die Jugendphase beschränkt bleiben. Boyhood eignet sich vor allem zur Veranschaulichung des zweiten Entwicklungspfades und zeigt zugleich, weshalb Entwicklungs- und Lebenslaufansätze kriminelles oder deviantes Verhalten nicht unabhängig vom jeweiligen Lebensabschnitt betrachten.

Bildnachweise: Hero: Schriftzug: Cygomezm, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

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Trailer / Teaser