Der goldene Handschuh (2019)
Film- / Serienprofil
- Originaltitel: Der goldene Handschuh
- Deutscher Titel: Der goldene Handschuh
- Erscheinungsjahr: 2019
- Land: Deutschland, Frankreich
- Regie / Creator / Showrunner: Fatih Akin
- Medium: Spielfilm
- Laufzeit / Umfang: 115 Minuten
- Schwerpunkte: Serienmord und Gewalt
Kriminologische Relevanz
Der goldene Handschuh gehört zu den kompromisslosesten Milieustudien des deutschsprachigen Kinos. Anders als klassische Serienmörderfilme interessiert sich der Film kaum für kriminalistische Ermittlungen oder psychologische Täterprofile. Im Mittelpunkt stehen vielmehr soziale Desintegration, Alkoholismus, Verwahrlosung und gesellschaftliche Ausgrenzung.
Der Film zeigt, wie sich individuelle Gewalt in einem Milieu entfalten kann, das von Armut, Isolation und Perspektivlosigkeit geprägt ist. Die titelgebende Kneipe „Zum Goldenen Handschuh“ erscheint dabei als sozialer Mikrokosmos, in dem Einsamkeit, Sucht und soziale Marginalisierung alltäglich geworden sind.
Kriminologisch lässt sich der Film daher weniger als Täterporträt denn als Darstellung sozialer Desintegration lesen. Er wirft die Frage auf, welche gesellschaftlichen Bedingungen extreme Gewalt begünstigen können und wie soziale Kontrolle dort versagt, wo Isolation und Verwahrlosung zur Normalität werden.
Bildquelle: Altonaer Museum, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons
Kriminologische Einordnung
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Soziale Desorganisation (Shaw & McKay)
Instanzenforschung/ Kritische Kriminologie
Labelling-Ansatz (Überblick)
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