Monster (2003)

Monster erzählt die Lebensgeschichte der US-amerikanischen Serienmörderin Aileen Wuornos. Der Film begleitet ihren Weg von einem Leben in Armut und Prostitution bis zu den Morden an mehreren Männern in Florida, für die sie schließlich zum Tode verurteilt wird. Dabei zeichnet Monster das Porträt einer Frau, deren Biografie von Gewalt, Ausgrenzung und Traumatisierung geprägt ist, ohne ihre Taten zu relativieren.

Film- / Serienprofil

  • Originaltitel: Monster
  • Deutscher Titel: Monster
  • Erscheinungsjahr: 2003
  • Land: USA
  • Regie / Creator / Showrunner: Patty Jenkins
  • Medium: Spielfilm
  • Laufzeit / Umfang: 109 Minuten
  • Schwerpunkte: Serienmord und Gewalt

Kriminologische Relevanz

Monster verdeutlicht, dass schwere Gewaltkriminalität häufig vor dem Hintergrund komplexer biografischer und sozialer Belastungen entsteht. Der Film zeichnet das Bild einer Frau, die in Armut lebt, ihren Lebensunterhalt durch Sexarbeit bestreitet und wiederholt Gewalt sowie soziale Ausgrenzung erfährt. Er macht deutlich, dass diese Erfahrungen zum Verständnis ihrer Biografie beitragen können, ohne ihre Taten zu rechtfertigen.

Anders als viele Serienmörderfilme konzentriert sich Monster weniger auf die Inszenierung spektakulärer Gewalt als auf die Beziehung zwischen Aileen Wuornos und Selby Wall sowie auf die emotionalen und moralischen Konflikte der Hauptfigur. Der Film zeigt eine Täterin, die zugleich als verletzlicher Mensch mit dem Wunsch nach Nähe, Anerkennung und einem anderen Leben dargestellt wird. Dadurch eröffnet Monster eine differenzierte Diskussion über Geschlechterrollen, Viktimisierung, persönliche Verantwortung und die Schwierigkeit, Täter- und Opferrollen eindeutig voneinander zu trennen.

Kriminologische Einordnung

Trailer / Teaser