Ulrich Beck

Portrait von Ulrich Beck aufgenommen im Mai 2012 an der Universität St. Gallen
Ulrich Beck, 2012
International Students’ Committee, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Personenprofil

Weitere Informationen

Ulrich Beck war ein deutscher Soziologe und einer der international einflussreichsten Sozialwissenschaftler der Gegenwart. Er lehrte an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie an der London School of Economics und war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Akademien. Seine Arbeiten zur Risikogesellschaft, Globalisierung und reflexiven Moderne machten ihn zu einem zentralen Denker der Spätmoderne.

Beck wurde insbesondere durch sein Werk Risikogesellschaft – Auf dem Weg in eine andere Moderne (1986) international bekannt. Darin analysierte er, wie moderne Gesellschaften zunehmend von selbst erzeugten Risiken – etwa Umweltkatastrophen, technologischen Gefahren oder Finanzkrisen – geprägt sind. Er prägte den Begriff der reflexiven Moderne, mit dem er auf eine zweite Moderne verwies, in der tradierte Gewissheiten (z. B. Nation, Klasse, Familie) erodieren und Gesellschaft sich zunehmend selbst thematisiert.

Becks Theorie ist eng verbunden mit Fragen sozialer Ungleichheit, Individualisierung und Globalisierung. In seinen späteren Arbeiten sprach er von einer kosmopolitischen Wende und forderte neue Perspektiven auf Macht, Politik und Demokratie im globalen Zeitalter. Seine Analysen sind sowohl theoretisch fundiert als auch gesellschaftspolitisch engagiert – insbesondere im Hinblick auf Klimawandel, Migration und Risiken der Wissenschaftsgesellschaft.

Schlüsselwerke

  • Beck, U. (1986). Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Suhrkamp.

  • Beck, U. (1997). Was ist Globalisierung? Irrtümer des Globalismus – Antworten auf Globalisierung. Suhrkamp.

  • Beck, U. & Grande, E. (2007). Das kosmopolitische Europa. Gesellschaft und Politik in der zweiten Moderne. Suhrkamp.

  • Beck, U. (2013). Weltrisikogesellschaft. Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit. Suhrkamp.