Der SozTheo-Theorienfinder ist ein interaktives Entscheidungstool, mit dem du in wenigen Klicks herausfindest, welche Kriminalitätstheorie zur Erklärung eines bestimmten Delikts passt. Ob Diebstahl, Körperverletzung, Wirtschaftskriminalität oder Cybercrime – der Theorienfinder führt dich Schritt für Schritt durch die relevanten Faktoren und liefert fundierte theoretische Erklärungen. Kurze Anleitung: Wähle im ersten Schritt
Kriminalsoziologie
Heinrich Popitz – Über die Präventivwirkung des Nichtwissens. Dunkelziffer, Norm und Strafe (1986)
Über die Präventivwirkung des Nichtwissens. Dunkelziffer, Norm und Strafe ist ein einflussreicher Aufsatz des deutschen Soziologen Heinrich Popitz, der 1986 im gleichnamigen Sammelband erschien. Der Text basiert auf einem Vortrag und thematisiert, welche Funktion Unsicherheit, Unwissenheit und Undurchschaubarkeit für das soziale Ordnungsgefüge haben – insbesondere für die Wirksamkeit von Normen
Sozialkonstruktivistische Kriminalitätstheorie (Hess & Scheerer)
Die sozialkonstruktivistische Kriminalitätstheorie von Henner Hess und Sebastian Scheerer versteht Kriminalität als ein gesellschaftlich konstruiertes Phänomen. Straftaten entstehen demnach nicht allein durch individuelle Motive oder soziale Ursachen. Entscheidend ist vielmehr ein Zusammenspiel aus makrosoziologischen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, individuellen Handlungssituationen auf der Mikro-Ebene sowie gesellschaftlichen Zuschreibungsprozessen, durch die bestimmte Handlungen überhaupt erst
Radikaler Labelling-Ansatz (Sack)
Der Soziologe Fritz Sack entwickelte Anfang der 1970er Jahre eine besonders radikale Variante der Labelling-Theorie, die häufig als radikaler Labeling-Ansatz bezeichnet wird. Nach Sack ist Kriminalität nicht primär das Resultat individueller Eigenschaften oder sozialer Ursachen, sondern entsteht vor allem durch gesellschaftliche Zuschreibungsprozesse. Kriminalität ist demnach kein objektives Merkmal bestimmter Handlungen,

