Mit Street Corner Society veröffentlichte William Foote Whyte 1943 eine der einflussreichsten ethnographischen Studien der Soziologie. Das Werk basiert auf mehrjähriger Feldforschung in einem italienisch-amerikanischen Arbeiterviertel Bostons, das Whyte unter dem Pseudonym „Cornerville“ beschreibt. Anstatt Armut, Jugendgruppen und Devianz aus der Distanz zu analysieren, lebte Whyte über Jahre im Untersuchungsgebiet
Nachbarschaft
Collective Efficacy Theory (Sampson)
Collective Efficacy (dt.: kollektive Handlungsfähigkeit) bezeichnet die Fähigkeit einer Nachbarschaft, gemeinsame Normen durchzusetzen und informelle soziale Kontrolle auszuüben. Die Theorie wurde von Robert J. Sampson, Stephen W. Raudenbush und Felton Earls entwickelt und gilt heute als eine der wichtigsten Weiterentwicklungen der klassischen Theorie der Sozialen Desorganisation. Merkzettel Collective Efficacy Theory
Lokale Sicherheit
Lokale Sicherheit ist ein zentrales Thema der Stadtsoziologie. Sie betrifft nicht nur die objektive Kriminalitätslage, sondern auch das subjektive Sicherheitsgefühl in Quartieren. Vor allem in sozial benachteiligten Stadtteilen sind Unsicherheit und Kontrolle ungleich verteilt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Kriminalitätsfurcht – also die Angst vor (potenzieller) Viktimisierung, die häufig
