Dieser Beitrag stellt den Auftakt einer geplanten Artikelserie dar, die das Forschungsprojekt „Rap und Polizei. Die Darstellung der Polizei in deutschsprachiger Rapmusik (2015-2022)“ begleiten soll. Mit den Beiträgen verfolge ich zwei Ziele: zum einen möchte ich meine Forschungsergebnisse dokumentieren und sie auf diesem Wege einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.
Polizei
Forschungsprojekt: Polizei im Deutschrap 2015–2022
Wie wird die Polizei in der populären Jugendkultur dargestellt? Und welche Rolle spielen polizeiliche Erfahrungen, Segregation und Substanzkonsum in der musikalischen Selbstinszenierung von Rapper:innen? Das Forschungsprojekt „Rap und Polizei“ geht diesen Fragen auf den Grund – basierend auf einer systematischen Analyse von Rap-Songtexten aus den Jahren 2015 bis 2022. Gefördert
David Lyon – Surveillance Studies: An Overview (2007)
Mit Surveillance Studies: An Overview legt der kanadische Soziologe David Lyon eine grundlegende Einführung in das interdisziplinäre Forschungsfeld der Überwachungsforschung vor. Lyon argumentiert, dass Überwachung kein rein technisches oder sicherheitspolitisches Phänomen ist, sondern ein zentraler Bestandteil moderner Gesellschaften. Seine Analyse verbindet klassische Theorien (etwa Foucaults Panoptismus) mit zeitgenössischen Entwicklungen wie
Sarah Brayne – Predict and Surveil (2020)
Mit Predict and Surveil legt die amerikanische Soziologin Sarah Brayne eine der ersten ethnografischen Studien zur datenbasierten Polizeiarbeit in den USA vor. Im Zentrum steht das Los Angeles Police Department (LAPD), das als Vorreiter in der Anwendung von Predictive Policing gilt – jedoch auch massiv in der Kritik stand. Brayne
Didier Fassin – Enforcing Order (2013)
Mit seinem Werk Enforcing Order legt der französische Anthropologe und Soziologe Didier Fassin eine dichte ethnografische Studie über den Alltag der Polizei in den französischen Banlieues vor. Aufbauend auf einer mehrjährigen teilnehmenden Beobachtung innerhalb einer Brigade Anti-Criminalité (BAC) zeigt Fassin, wie die Polizei in marginalisierten Stadtvierteln als Instrument der Kontrolle
Niklas Luhmann – Soziale Systeme: Grundriß einer allgemeinen Theorie (1984)
Mit Soziale Systeme legt Niklas Luhmann 1984 den theoretischen Grundstein für sein umfangreiches Werk zur Gesellschaftstheorie. Das Buch markiert den Übergang von einer handlungstheoretisch inspirierten Systemtheorie hin zu einer autopoietischen Theorie sozialer Systeme, die Kommunikation ins Zentrum rückt. Luhmanns Theorie zählt zu den komplexesten, aber auch einflussreichsten Entwürfen moderner Soziologie

