Kriminalitätstheorien gelten vielen Studierenden zunächst als trocken und abstrakt. Dabei begegnen sie uns fast täglich – im Kino, in Fernsehserien und auf Streaming-Plattformen. Vorstellungen von Serienmördern, Jugendkriminalität, Polizei oder Gefängnissen entstehen häufig lange bevor wir uns wissenschaftlich mit diesen Themen beschäftigen. Filme erzählen Geschichten über soziale Ungleichheit, Macht, Gewalt, Kontrolle
Populärkultur
Auditive Kriminologie
Musik spielt im Leben der meisten Menschen eine zentrale Rolle – in der Wissenschaft jedoch bleibt sie oft randständig. Besonders in der Kriminologie fristet sie ein Schattendasein, obwohl sie ein ausdrucksstarkes Medium sozialer Erfahrung, kultureller Aushandlung und politischer Artikulation darstellt. Im Alltag begleitet Musik viele von uns beinahe ununterbrochen: vom
CSI, Kriminaltechnik und die Sehnsucht nach Gewissheit
Wenn Kriminaltechniker in Fernsehserien innerhalb weniger Stunden DNA-Spuren auswerten, Fingerabdrücke identifizieren und Täter zweifelsfrei überführen, entsteht leicht der Eindruck, moderne Kriminalität lasse sich vor allem durch wissenschaftliche Verfahren aufklären. Kaum eine Fernsehserie hat dieses Bild so stark geprägt wie CSI: Crime Scene Investigation. Seit ihrem Start im Jahr 2000 erreichte
Medien und sozialer Wandel: Eine kurze Geschichte der Unterhaltungstechnik
Die Geschichte der Medien ist mehr als eine Geschichte technischer Innovationen. Neue Medien verändern, wie Menschen kommunizieren, Musik hören, Nachrichten konsumieren, Gemeinschaft erleben und Kriminalität wahrnehmen. Gleichzeitig entstehen Medien nie im luftleeren Raum. Gesellschaftliche Bedürfnisse, wirtschaftliche Entwicklungen und kulturelle Veränderungen prägen, welche Technologien sich durchsetzen und wie sie genutzt werden.
Film, Fernsehen & True Crime
Filme, Fernsehserien und True-Crime-Formate gehören zu den wichtigsten Quellen gesellschaftlichen Wissens über Kriminalität. Für viele Menschen prägen sie stärker als persönliche Erfahrungen oder wissenschaftliche Erkenntnisse die Vorstellungen von Tätern, Opfern, Polizei, Gerichten und Gefängnissen. Kriminalität eignet sich in besonderer Weise für erzählerische Medien. Straftaten erzeugen Spannung, Konflikte und moralische Dilemmata.
Theoretische Perspektiven
Kriminalität ist mehr als die Verletzung von Gesetzen. Sie ist zugleich ein kulturelles, soziales und kommunikatives Phänomen. Vorstellungen von Kriminalität entstehen nicht allein durch Straftaten selbst, sondern auch durch Erzählungen, Bilder, Symbole, Medienberichte, Musik, Filme oder öffentliche Debatten. Was als gefährlich, abweichend oder bedrohlich gilt, wird gesellschaftlich ausgehandelt und kulturell


