Filme, Fernsehserien und True-Crime-Formate gehören zu den wichtigsten Quellen gesellschaftlichen Wissens über KriminalitätKriminalität bezeichnet gesellschaftlich normierte Handlungen, die gegen das Strafgesetz verstoßen.. Für viele Menschen prägen sie stärker als persönliche Erfahrungen oder wissenschaftliche Erkenntnisse die Vorstellungen von Tätern, Opfern, Polizei, Gerichten und Gefängnissen.
Kriminalität eignet sich in besonderer Weise für erzählerische Medien. Straftaten erzeugen Spannung, Konflikte und moralische Dilemmata. Sie bieten klare Gegensätze zwischen RechtRecht bezeichnet ein formalisiertes System verbindlicher Normen, das gesellschaftliches Handeln regelt, Konflikte entscheidet und durch staatliche Institutionen durchsetzbar ist. und Unrecht, Ordnung und Chaos, Schuld und Unschuld. Entsprechend gehören Kriminalgeschichten seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Genres in Film und Fernsehen.
Dabei zeigen Medien Kriminalität nicht einfach, wie sie ist. Sie wählen bestimmte Delikte aus, betonen bestimmte Tätertypen und vermitteln spezifische Vorstellungen darüber, wie Verbrechen entstehen und wie GesellschaftEine Gesellschaft ist ein strukturiertes Gefüge von Menschen, die innerhalb eines geografischen Raumes unter gemeinsamen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen leben und durch institutionalisierte soziale Beziehungen miteinander verbunden sind. darauf reagieren sollte. Polizeiserien präsentieren Ermittlungsarbeit als Kampf zwischen Gut und Böse, Gerichtsfilme inszenieren Fragen von Schuld und Gerechtigkeit, während Gefängnisfilme von Kontrolle, Ausgrenzung und Widerstand erzählen.
Besondere Aufmerksamkeit erfährt seit einigen Jahren das Genre True Crime. Podcasts, Dokumentationen und Streaming-Formate versprechen authentische Einblicke in reale VerbrechenEin Verbrechen ist eine besonders schwerwiegende Form rechtswidrigen Handelns, die im Strafrecht mit einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr oder mehr bedroht ist – zugleich ist es ein sozial und historisch wandelbares Konstrukt.. Die Grenze zwischen Information, Unterhaltung und Vermarktung menschlichen Leids wird dabei zunehmend Gegenstand wissenschaftlicher und öffentlicher Debatten.
Die Beiträge in diesem Bereich untersuchen, wie Kriminalität in Film, Fernsehen und digitalen Medien dargestellt wird. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der Konstruktion von Täter- und Opferbildern, der Darstellung von PolizeiDie Polizei ist eine staatliche Institution zur Gefahrenabwehr, Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Verfolgung von Straftaten. und Strafjustiz sowie den kulturellen Bedeutungen populärer Kriminalitätsnarrative.
Beiträge
Grundlagen
- Kriminalität im Film und Fernsehen
- Was ist True CrimeTrue Crime bezeichnet das mediale Genre, das sich mit realen Kriminalfällen in dokumentarischer oder erzählerischer Form beschäftigt.?
- Der CSI-Effekt
- Copaganda: Wenn Polizei gute PR bekommt
Polizei und Strafverfolgung
- Polizei in Film und Fernsehen
- Der Ermittler als Held
- PolizeigewaltPolizeigewalt beschreibt den Einsatz physischer oder psychischer Gewalt durch Polizeibeamte im Rahmen ihrer Dienstausübung. Sie kann sowohl legitim (im rechtlichen Rahmen) als auch illegitim (bei Überschreitung der Befugnisse) ausgeübt werden. im Film
GefängnisDas Gefängnis ist eine staatliche Institution des Freiheitsentzugs, die als zentrale Sanktionsform moderner Strafrechtssysteme dient. und Strafe
- Das Gefängnis im Film
- Gefängnisserien zwischen Realität und Mythos
- Gefängnisausbrüche als Narrativ
- Das Gefängnis als Popkultur
Täter, Opfer und GewaltGewalt bezeichnet die absichtliche Anwendung körperlicher oder psychischer Kraft zur Schädigung von Personen oder Dingen.
- Serienmord als soziale Pathologie – Eine kriminologische Annäherung
- Der Serienmörder als Popfigur
- Die Faszination des Bösen
- Opferdarstellungen im True Crime
- Femizide und Medien
- JugendkriminalitätKriminelles Verhalten von Personen, die nach deutschem Recht als Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre) oder Heranwachsende (18 bis unter 21 Jahre) gelten. im Film



