„Kleider machen Leute“ – kaum ein Sprichwort bringt die soziale Wirkung von Kleidung so prägnant auf den Punkt. Menschen werden nicht erst nach ihrem Verhalten beurteilt, sondern bereits nach ihrem äußeren Erscheinungsbild. Ein Business-Anzug erzeugt andere Erwartungen als eine Jogginghose, eine Warnweste andere als ein Hoodie. Kleidung verändert dabei nicht
Racial Profiling
Lehrtext: Migration und Kriminalität (Gastbeitrag)
Der Zusammenhang von Migration und Kriminalität zählt seit Jahrzehnten zu den kontroversesten Themen der kriminalpolitischen und gesellschaftlichen Debatte. Insbesondere die jährlich veröffentlichten Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) werden regelmäßig als Beleg dafür herangezogen, dass nichtdeutsche Personen überproportional häufig an Straftaten beteiligt seien. Solche Interpretationen greifen jedoch häufig zu kurz. Die
Rap und Polizei – Teil 6: Polizeidarstellung
Dieser Beitrag analysiert, wie Polizei in deutschen Raptexten dargestellt wird, und dokumentiert das methodische Vorgehen der zugrunde liegenden qualitativen Inhaltsanalyse. Im Mittelpunkt des Kategoriensystems steht, der Forschungsfrage folgend, die Polizei. In dem Datensatz konnten ca. 2.400 Textstellen entsprechend codiert werden (siehe Polizeibegriffe). Positive/ wertneutrale Darstellung der Polizei Die Polizei wird
Forschungsprojekt: Polizei im Deutschrap 2015–2022
Wie wird die Polizei in der populären Jugendkultur dargestellt? Und welche Rolle spielen polizeiliche Erfahrungen, Segregation und Substanzkonsum in der musikalischen Selbstinszenierung von Rapper:innen? Das Forschungsprojekt „Rap und Polizei“ geht diesen Fragen auf den Grund – basierend auf einer systematischen Analyse von Rap-Songtexten aus den Jahren 2015 bis 2022. Gefördert
Bernard E. Harcourt – Against Prediction: Profiling, Policing, and Punishing in an Actuarial Age (2007)
Against Prediction: Profiling, Policing, and Punishing in an Actuarial Age (2007) ist eines der zentralen Werke von Bernard E. Harcourt und gilt als grundlegende Analyse der gegenwärtigen actuarial justice. Harcourt kritisiert die zunehmende Verlagerung von Recht und Strafe auf statistische Risikobewertung – insbesondere durch polizeiliches Profiling, prädiktive Polizeiarbeit und risikobasierte
Aaron Cicourel – The Social Organization of Juvenile Justice (1968)
Mit seinem Werk The Social Organization of Juvenile Justice (1968) legte Aaron V. Cicourel eine bahnbrechende Studie vor, die die soziale Konstruktion von Jugendkriminalität im institutionellen Alltag offenlegt. In der Tradition der Ethnomethodologie und des symbolischen Interaktionismus zeigt Cicourel, dass Jugenddelinquenz nicht objektiv gegeben ist, sondern in institutionellen Deutungsprozessen entsteht