Medien berichten über Kriminalität, erzeugen Aufmerksamkeit für Risiken und prägen Vorstellungen von Sicherheit und Gefahr. Gleichzeitig können sie Vorurteile verstärken, Ängste schüren oder verzerrte Bilder gesellschaftlicher Wirklichkeit vermitteln. Die Fähigkeit, Medieninhalte kritisch einzuordnen und zu bewerten, wird deshalb zu einer wichtigen Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe. Medienkompetenz bedeutet nicht nur den technischen
Social Media
Digitale Medien & Kriminalität
Digitale Medien haben die Art und Weise verändert, wie Menschen kommunizieren, Informationen konsumieren und gesellschaftliche Wirklichkeit wahrnehmen. Soziale Netzwerke, Messenger-Dienste, Videoplattformen und algorithmisch gesteuerte Informationssysteme prägen heute politische Debatten, soziale Beziehungen und kulturelle Identitäten. Auch Kriminalität und soziale Kontrolle werden zunehmend digital vermittelt, beobachtet und diskutiert. Kriminalität ist im digitalen
Der tragbare Körper: Mode, Sexualität und Normalisierung
Der Körper ist in modernen Gesellschaften kein bloßes biologisches Substrat. Er ist eine soziale Oberfläche, ein Bewertungsobjekt und ein Projekt: sichtbar, vergleichbar, optimierbar. Wer dazugehört, muss nicht nur „sein“, sondern erscheinen – und zwar so, dass der eigene Körper als tragbar gilt: ästhetisch, funktional, moralisch und sozial passend. Dabei geht
Thomas Mathiesen – The Viewer Society (1997)
Mit The Viewer Society legt der norwegische Soziologe und Strafrechtler Thomas Mathiesen eine der einflussreichsten Weiterentwicklungen der von Michel Foucault geprägten Panoptismus-Theorie vor. In einer Zeit, in der Videoüberwachung, Massenmedien und digitale Kommunikation rasant zunehmen, schlägt Mathiesen einen Perspektivwechsel vor: Statt nur die wenigen zu betrachten, die viele überwachen, müsse
