Digitale Medien haben die Art und Weise verändert, wie Menschen kommunizieren, Informationen konsumieren und gesellschaftliche Wirklichkeit wahrnehmen. Soziale Netzwerke, Messenger-Dienste, Videoplattformen und algorithmisch gesteuerte Informationssysteme prägen heute politische Debatten, soziale Beziehungen und kulturelle Identitäten. Auch KriminalitätKriminalität bezeichnet gesellschaftlich normierte Handlungen, die gegen das Strafgesetz verstoßen. und soziale Kontrolle werden zunehmend digital vermittelt, beobachtet und diskutiert.
Kriminalität ist im digitalen Zeitalter nicht mehr ausschließlich ein Ereignis der physischen Welt. Straftaten werden gefilmt, gestreamt, kommentiert und millionenfach geteilt. Polizeieinsätze verbreiten sich in Echtzeit über soziale Netzwerke. Plattformen entscheiden darüber, welche Inhalte sichtbar werden und welche verschwinden. Gleichzeitig entstehen neue Formen von Devianz, Belästigung, RadikalisierungRadikalisierung bezeichnet den Prozess, durch den Individuen oder Gruppen extremistische Einstellungen oder Verhaltensweisen entwickeln, die gesellschaftliche Normen ablehnen und Gewalt legitimieren können. und Desinformation.
Digitale Medien eröffnen dabei neue Räume für politische Mobilisierung und gesellschaftliche Teilhabe, schaffen aber zugleich neue Möglichkeiten der Überwachung, Kontrolle und Manipulation. Fragen nach Datenschutz, Plattformmacht, algorithmischer Selektion und digitaler ÖffentlichkeitÖffentlichkeit bezeichnet den sozialen Raum, in dem gesellschaftliche Themen sichtbar, verhandelt und bewertet werden. sind daher längst auch kriminologische Fragen geworden.
Die Beiträge in diesem Bereich beschäftigen sich mit den Wechselwirkungen zwischen digitalen Medien, Kriminalität und sozialer Kontrolle. Im Mittelpunkt stehen soziale Netzwerke, Online-Radikalisierung, Plattformlogiken, digitale Überwachung sowie die gesellschaftlichen Folgen algorithmischer KommunikationKommunikation bezeichnet den Austausch von Informationen, Bedeutungen und Symbolen zwischen Akteuren..
Beiträge
Grundlagen
- Digitale Medien und Kriminalität
- Kriminalität im Zeitalter sozialer Netzwerke
- Plattformgesellschaft und soziale KontrolleKontrolle bezeichnet soziale Mechanismen, mit denen Verhalten überwacht, reguliert und an geltende Normen angepasst wird.
Soziale Netzwerke
- Social Media und Kriminalität
- Kriminalität auf TikTok
- Instagram, Selbstdarstellung und DevianzVerhalten, das in einer Gesellschaft als unangemessen, abweichend oder regelverletzend gilt – unabhängig davon, ob es strafrechtlich relevant ist.
- Influencer und Regelverletzungen
Radikalisierung und ExtremismusExtremismus bezeichnet politische Einstellungen und Handlungen, die die grundlegenden Prinzipien einer demokratischen Ordnung ablehnen und oft mit der Befürwortung von Gewalt einhergehen.
- Online-Radikalisierung
- Echo-Kammern und Filterblasen
- Verschwörungserzählungen im Internet
- Digitale Rekrutierungsstrategien extremistischer Gruppen
Desinformation und digitale Öffentlichkeit
- Fake News und gesellschaftliche Paniken
- Deepfakes und digitale Täuschung
- Algorithmen und öffentliche Meinung
- Digitale Gerüchte und moral panics
ÜberwachungÜberwachung beschreibt die systematische Sammlung, Beobachtung und Analyse von Informationen über Personen, Gruppen oder Institutionen, meist durch staatliche oder private Akteure. und Kontrolle
- Plattformüberwachung
- Predictive PolicingPredictive Policing bezeichnet den datenbasierten Versuch, zukünftige Straftaten räumlich oder zeitlich vorherzusagen. und Big Data
- Digitale Überwachung im Alltag
- DatenschutzDatenschutz bezeichnet den Schutz personenbezogener Daten vor unbefugter Erhebung, Verarbeitung und Nutzung. und soziale Kontrolle



