Kleidung ist ablegbar. Der Körper ist es nicht. Genau darin liegt seine besondere soziologische Brisanz. Während Jacken, Uniformen oder Accessoires gewechselt, abgelegt oder angepasst werden können, bleiben Tattoos, Frisuren, Gerüche oder kosmetische Praktiken am Körper haften – zumindest für eine gewisse Zeit. Der Körper fungiert damit als dauerhafte Zeichenfläche, auf
symbolische Macht
Uniform, Bomberjacke, Keffiyeh: Mode und Macht
Kleidung organisiert nicht nur Zugehörigkeit, Status oder Verdacht. Sie organisiert auch Macht. Uniformen markieren Autorität, politische Symbole beanspruchen Deutungshoheit, Business-Kleidung signalisiert Zuständigkeit und militärische Ästhetiken können Stärke oder Einschüchterung kommunizieren. Noch bevor gesprochen wird, entstehen Erwartungen darüber, wer handeln, kontrollieren oder Anweisungen geben darf. Während in den vorherigen Teilen der
Stuart Hall – Encoding/Decoding (1973)
Mit Encoding/Decoding liefert Stuart Hall einen der einflussreichsten Texte der Cultural Studies und zugleich ein grundlegendes Werkzeug, um moderne Mediengesellschaften soziologisch zu verstehen. Der Text markiert einen Bruch mit linearen Kommunikationsmodellen, in denen Medieninhalte wie Informationen behandelt werden, die von einem Sender produziert und von einem Empfänger lediglich aufgenommen werden.
Roland Barthes – Mythologies (1957)
Mit den Mythologies liefert Roland Barthes eines der einflussreichsten Werkzeuge zur Analyse moderner Alltagskultur. Barthes zeigt, wie scheinbar harmlose Dinge – Werbung, Fotos, Sport, Essen, Stars, politische Symbole – als Zeichen funktionieren und dabei gesellschaftliche Ordnung stabilisieren. Seine zentrale Pointe lautet: Ideologie wirkt oft nicht, indem sie offen behauptet, sondern
Stuart Hall et al. – Policing the Crisis: Mugging, the State and Law and Order (1978)
Mit Policing the Crisis: Mugging, the State and Law and Order (1978) legten Stuart Hall und seine Ko-Autoren ein bahnbrechendes Werk der Kritischen Kriminologie und Cultural Studies vor. In der Untersuchung des „Mugging“-Diskurses im Großbritannien der 1970er-Jahre zeigen sie eindrucksvoll, wie Kriminalität als gesellschaftliches Konstrukt fungiert – politisch produziert, medial



