Filme, Fernsehserien und True-Crime-Formate gehören zu den wichtigsten Quellen gesellschaftlichen Wissens über Kriminalität. Für viele Menschen prägen sie stärker als persönliche Erfahrungen oder wissenschaftliche Erkenntnisse die Vorstellungen von Tätern, Opfern, Polizei, Gerichten und Gefängnissen. Kriminalität eignet sich in besonderer Weise für erzählerische Medien. Straftaten erzeugen Spannung, Konflikte und moralische Dilemmata.
Täterbilder
Mediale Konstruktionen
Kriminalität wird von den meisten Menschen nicht unmittelbar erlebt, sondern über Medien wahrgenommen. Zeitungen, Fernsehen, Online-Portale, soziale Netzwerke und Streamingdienste berichten täglich über Straftaten, Täter, Opfer und polizeiliche Ermittlungen. Diese Darstellungen vermitteln Informationen über Kriminalität – sie konstruieren aber zugleich bestimmte Bilder gesellschaftlicher Wirklichkeit. Die Medien berichten nicht über alle