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Sie befinden sich hier: Home / Dossiers / Medien, Kultur & Kriminalität / Mediale Konstruktionen

Mediale Konstruktionen

Zuletzt aktualisiert: 9. Juni 2026 | Veröffentlicht: 3. Juni 2026 von Christian Wickert

KriminalitätKriminalität bezeichnet gesellschaftlich normierte Handlungen, die gegen das Strafgesetz verstoßen. wird von den meisten Menschen nicht unmittelbar erlebt, sondern über Medien wahrgenommen. Zeitungen, Fernsehen, Online-Portale, soziale Netzwerke und Streamingdienste berichten täglich über Straftaten, Täter, Opfer und polizeiliche Ermittlungen. Diese Darstellungen vermitteln Informationen über Kriminalität – sie konstruieren aber zugleich bestimmte Bilder gesellschaftlicher Wirklichkeit.

Die Medien berichten nicht über alle Straftaten in gleicher Weise. Bestimmte Delikte erhalten große Aufmerksamkeit, während andere kaum sichtbar werden. Gewaltverbrechen, spektakuläre Einzelfälle oder außergewöhnliche Täterbiografien dominieren häufig die Berichterstattung, obwohl sie statistisch oft selten sind. Gleichzeitig bleiben Phänomene wie WirtschaftskriminalitätWirtschaftskriminalität umfasst Straftaten, die im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Tätigkeiten, Unternehmen oder Finanzmärkten begangen werden und häufig auf finanziellen Gewinn abzielen., Umweltkriminalität oder alltägliche Gewalt vielfach im Hintergrund.

Mediale Darstellungen prägen nicht nur das Wissen über Kriminalität, sondern auch Vorstellungen darüber, wer als gefährlich gilt, wer als Opfer wahrgenommen wird und welche gesellschaftlichen Gruppen mit Kriminalität in Verbindung gebracht werden. Dadurch entstehen Täterbilder, Opferbilder und Feindbilder, die öffentliche Debatten über SicherheitSicherheit bezeichnet den gesellschaftlich hergestellten Zustand der Abwesenheit oder Beherrschbarkeit von Gefahren., Migration, Jugend, Polizei oder soziale Kontrolle beeinflussen können.

Die Beiträge in diesem Bereich beschäftigen sich mit den Mechanismen medialer Kriminalitätskonstruktion. Sie untersuchen Nachrichtenwerte, Framing-Prozesse, stereotype Darstellungen von Tätern und Opfern sowie die gesellschaftlichen Folgen medialer Zuschreibungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kriminalität durch Medien sichtbar gemacht, interpretiert und gesellschaftlich bedeutungsvoll wird.

Inhaltsverzeichnis

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  • Beiträge
    • Grundlagen der Kriminalitätsberichterstattung
    • Sozialisation und Medien
    • Täter- und Opferbilder
    • Kriminalität und gesellschaftliche Zuschreibungen

Beiträge

Grundlagen der Kriminalitätsberichterstattung

  • Kriminalität in den Medien: Warum manche VerbrechenEin Verbrechen ist eine besonders schwerwiegende Form rechtswidrigen Handelns, die im Strafrecht mit einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr oder mehr bedroht ist – zugleich ist es ein sozial und historisch wandelbares Konstrukt. Schlagzeilen machen

SozialisationSozialisation bezeichnet den Prozess, durch den Individuen die Werte, Normen, Verhaltensmuster und sozialen Rollen ihrer Gesellschaft erlernen und internalisieren. Dieser Prozess ermöglicht die Integration in soziale Gemeinschaften und die Entwicklung einer eigenen sozialen Identität. und Medien

  • Kinderserien als Sozialisationsinstanz – Normen, Rollenbilder und gesellschaftliche Ordnung

Täter- und Opferbilder

  • Täterbilder in den Medien
  • Opferbilder in den Medien
  • Der „gefährliche Fremde“
  • Der Serienmörder als Medienfigur
  • JugendkriminalitätKriminelles Verhalten von Personen, die nach deutschem Recht als Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre) oder Heranwachsende (18 bis unter 21 Jahre) gelten. als Medienthema

Kriminalität und gesellschaftliche Zuschreibungen

  • Clankriminalität als Medienphänomen
  • Rockerkriminalität als Medienphänomen
  • AusländerkriminalitätAusländerkriminalität bezeichnet die Straftaten, die von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit begangen werden. und Medien
  • Brennpunkte und Angsträume
  • Organisierte Kriminalität im öffentlichen DiskursEin Diskurs bezeichnet ein historisch und sozial geprägtes System von Aussagen, Deutungen und Wissensordnungen, durch das Wirklichkeit beschrieben, strukturiert und hervorgebracht wird.
  • MoralSystem von Werten, Normen und Überzeugungen, das angibt, was als gut oder richtig gilt. Panics und Feindbilder

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    Was ist Medienkriminologie?
  • Stuart Hall
    Stuart Hall – Encoding/Decoding (1973)

Kategorie: Medien, Kultur & Kriminalität Tags: Agenda Setting, Clankriminalität, Crime News, Framing, Kriminalitätsberichterstattung, Kriminalitätsfurcht, mediale Konstruktion, Medien und Kriminalität, Medienkriminologie, Moral Panic, Nachrichtenwerte, Öffentliche Wahrnehmung, Opferbilder, Rockerkriminalität, Täterbilder

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SozTheo wurde als private Seite von Prof. Dr. Christian Wickert, Dozent für die Fächer Soziologie und Kriminologie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen, erstellt. Die hier verfügbaren Beiträge und verlinkten Artikel spiegeln nicht die offizielle Meinung, Haltung oder Lehrpläne der HSPV NRW wider.

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