Digitale Medien haben die Art und Weise verändert, wie Menschen kommunizieren, Informationen konsumieren und gesellschaftliche Wirklichkeit wahrnehmen. Soziale Netzwerke, Messenger-Dienste, Videoplattformen und algorithmisch gesteuerte Informationssysteme prägen heute politische Debatten, soziale Beziehungen und kulturelle Identitäten. Auch Kriminalität und soziale Kontrolle werden zunehmend digital vermittelt, beobachtet und diskutiert. Kriminalität ist im digitalen
Überwachung
Polizei, Strafe & Kontrolle
Polizei, Strafe und soziale Kontrolle gehören zu den zentralen Themen der Kriminologie und Kriminalsoziologie. Moderne Gesellschaften reagieren auf Kriminalität nicht nur durch Strafverfolgung und Sanktionen, sondern auch durch Überwachung, Prävention und vielfältige Formen sozialer Kontrolle. Dabei stellen sich grundlegende Fragen: Wie entsteht polizeiliche Autorität? Warum genießen Polizei und Strafjustiz Vertrauen
Kinderserien als Sozialisationsinstanz – Normen, Rollenbilder und gesellschaftliche Ordnung
Kinderfernsehen wirkt auf den ersten Blick harmlos: bunte Figuren, einfache Geschichten, klare Konflikte. Aus soziologischer Perspektive sind Kinderserien jedoch alles andere als trivial. Sie entwerfen Modellwelten, in denen Kinder lernen, was „normal“ ist – welche Familienformen, Berufe, Konflikte, Geschlechterrollen und Formen von Autorität als selbstverständlich gelten. Kinderserien sind damit Teil
Virginia Eubanks – Automating Inequality (2018)
Automating Inequality: How High-Tech Tools Profile, Police, and Punish the Poor ist ein wegweisendes Werk der Politikwissenschaftlerin und Technologin Virginia Eubanks. Das 2018 veröffentlichte Buch untersucht den zunehmenden Einsatz automatisierter Entscheidungssysteme in öffentlichen Bereichen wie Sozialhilfe, Wohnungswesen und Kinderschutz. Eubanks argumentiert, dass diese Technologien arme und marginalisierte Bevölkerungsgruppen überproportional stark
Stephen Graham – Cities Under Siege: The New Military Urbanism (2010)
Stephen Graham legt mit „Cities Under Siege: The New Military Urbanism“ (2010) ein ebenso verstörendes wie einflussreiches Werk vor, das die schleichende Militarisierung urbaner Räume analysiert. Vor dem Hintergrund des „War on Terror“ und einer globalisierten Sicherheitsarchitektur zeigt Graham, wie sich militärische Logiken, Technologien und Kontrollpraktiken zunehmend in das Alltagsleben
Keith J. Hayward – City Limits: Crime, Consumer Culture and the Urban Experience (2004)
Mit City Limits veröffentlichte der britische Kulturkriminologe Keith J. Hayward im Jahr 2004 ein innovatives Werk zur Schnittstelle von Kriminalität, Konsumkultur und urbanem Raum. Aufbauend auf den theoretischen Grundlagen der Cultural Criminology analysiert Hayward, wie sich in der spätmodernen Stadt neoliberale Ordnungsvorstellungen, mediale Bildwelten und Formen devianter Aneignung überlagern. Er

