Kriminologische Theorien wirken oft abstrakt. Besonders marxistische Kriminalitätstheorien mit Begriffen wie „Klassencharakter des Rechts“ oder „selektive Strafverfolgung“ erscheinen vielen Studierenden zunächst wie theoretische Konstruktionen aus Lehrbüchern. Doch gelegentlich entstehen politische Situationen, die solche Konzepte auf überraschend anschauliche Weise illustrieren. Die zweite Präsidentschaft von Donald Trump bietet ein Beispiel dafür. Mehrere
White Collar Crime
Welches ist die beste Kriminalitätstheorie?
Zehn blinde Flecken der Kriminalitätstheorie Die Frage nach der „besten“ Kriminalitätstheorie ist so alt wie die Kriminologie selbst. Seit über 200 Jahren versuchen Wissenschaftler:innen zu erklären, warum Menschen gegen Gesetze verstoßen. Doch je mehr Theorien entstanden sind, desto deutlicher wird: Keine Theorie erklärt Kriminalität vollständig. Viele greifen zu kurz, fokussieren
12 Mythen über Kriminalität
12 Mythen über Kriminalität im Faktencheck – von der Angst vor steigender Kriminalität bis zur Ubiquitätsthese erklärt die Kriminologie die Fakten.
Edwin H. Sutherland – White Collar Crime (1949)
White Collar Crime, erstmals veröffentlicht im Jahr 1949, gilt als bahnbrechendes Werk in der Kriminologie. Edwin H. Sutherland prägte darin nicht nur den Begriff des „White Collar Crime“, sondern erweiterte auch das Verständnis von Kriminalität um Taten, die von Angehörigen der Oberschicht im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit begangen werden. Sutherland
Theorie der differentiellen Kontakte (Sutherland)
Mit der Theorie der differentiellen Assoziation entwickelte Edwin H. Sutherland eine der einflussreichsten kriminalsoziologischen Lerntheorien des 20. Jahrhunderts. Ihre zentrale Annahme lautet: Kriminalität ist kein angeborenes Merkmal, sondern ein sozial erlerntes Verhalten. Die sogenannte Differential Association Theory gilt heute als Grundlage vieler moderner Lerntheorien der Kriminologie. Nach Sutherland entsteht delinquentes Verhalten


