Peter L. Berger

Peter L. Berger, 2010
Peter L. Berger, 2010
© Foto: Felix Grünschloss/ ZAK – Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale des KIT – Karlsruher Institut für Technologie

Personenprofil

Weitere Informationen

Peter Ludwig Berger war ein österreichisch-US-amerikanischer Soziologe, der durch seine Arbeiten zur Wissenssoziologie, Religionssoziologie und Modernisierungstheorie bekannt wurde. Er wurde 1929 in Wien geboren, emigrierte 1946 in die USA und lehrte an renommierten Universitäten wie Boston, Rutgers und New School for Social Research. Berger war Mitbegründer des Center for the Study of Religion and Society und prägte mit seinem Werk nachhaltig das Verständnis von Religion, Gesellschaft und Wirklichkeitskonstruktion.

Peter L. Berger zählt zu den einflussreichsten Soziologen der Nachkriegszeit. Gemeinsam mit Thomas Luckmann veröffentlichte er 1966 das Schlüsselwerk Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, das als Grundlagentext der Wissenssoziologie gilt. Das Werk zeigt auf, wie Wirklichkeit als soziales Konstrukt durch Kommunikation und Institutionalisierung entsteht. Berger betonte, dass der Mensch sowohl Produkt als auch Produzent der sozialen Welt sei – ein wechselseitiger Prozess, den er mit den Begriffen Externalisierung, Objektivierung und Internalisierung beschrieb.

In seiner Religionssoziologie analysierte Berger die Rolle der Religion als Sinnstifterin in einer zunehmend säkularisierten Welt. Später revidierte er seine Säkularisierungsthese teilweise und hob die weltweite Revitalisierung religiöser Bewegungen hervor.

Schlüsselwerke

  • Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit (1966, mit Thomas Luckmann)

  • Der Zwang zur Häresie (1979)

  • The Sacred Canopy (1967)

  • A Rumor of Angels (1969)

  • The Social Reality of Religion (1967)