American Me (1992)
Film- / Serienprofil
- Originaltitel: American Me
- Deutscher Titel: Das Gesetz der Gewalt
- Erscheinungsjahr: 1992
- Land: USA
- Regie / Creator / Showrunner: Edward James Olmos
- Medium: Spielfilm
- Laufzeit / Umfang: 125 Minuten
- Schwerpunkte: Drogen und organisierte Kriminalität, Gefängnis und Strafvollzug
Externe Informationen
Kriminologische Relevanz
American Me schildert den Aufstieg der Gefängnisgang La Eme und verbindet die Geschichte organisierter Kriminalität mit den sozialen Bedingungen von Ausgrenzung, Gewalt und Inhaftierung. Im Mittelpunkt steht nicht nur der Aufstieg eines einzelnen Gangführers, sondern die Entwicklung einer kriminellen Organisation, deren Einfluss weit über die Gefängnismauern hinausreicht.
Kriminologisch verdeutlicht der Film, wie sich kriminelle Netzwerke innerhalb des Strafvollzugs herausbilden und anschließend auf die Straße ausdehnen können. Das Gefängnis erscheint nicht ausschließlich als Ort staatlicher Kontrolle, sondern zugleich als sozialer Raum, in dem Machtstrukturen, Loyalitäten und Gewalt neu organisiert werden. Damit stellt American Me grundlegende Fragen nach den unbeabsichtigten Folgen von Inhaftierung und den Wechselwirkungen zwischen Gefängnis und organisierter Kriminalität.
Darüber hinaus thematisiert der Film die Bedeutung von Sozialisation, Gewalt und Männlichkeit. Zugehörigkeit wird über Loyalität, Gewaltbereitschaft und die Bereitschaft zur Unterordnung unter die Regeln der Organisation hergestellt. Gleichzeitig zeigt der Film, wie individuelle Lebenswege durch Armut, Ausgrenzung und begrenzte gesellschaftliche Teilhabe geprägt werden können, ohne daraus eine einfache Erklärung kriminellen Handelns abzuleiten.
Bildquelle:
Downtowngal, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Kriminologische Einordnung
Kriminalitätstheorien
Theorie der differentiellen Kontakte (Sutherland)
Lernen/ Subkultur
Theorie der differentiellen Gelegenheiten (Cloward & Ohlin)