Kurzdefinition
Soziale Bewegungen sind kollektive Akteure, die durch anhaltende, organisierte und oft konflikthafte Aktivitäten gesellschaftliche oder politische Veränderungen anstreben.
Ausführliche Erklärung
Soziale Bewegungen entstehen, wenn Gruppen sich um gemeinsame Anliegen mobilisieren – etwa Bürgerrechtsbewegungen, feministische oder queere Bewegungen, Umweltbewegungen oder Proteste gegen Polizeigewalt. Sie nutzen Demonstrationen, Kampagnen, symbolische Aktionen und Medien, um Deutungshoheit und politische Entscheidungen zu beeinflussen. Im Kontext von Kriminologie und Soziologie sind soziale Bewegungen bedeutsam, weil sie Strafrecht, Polizeipraxis und Gefängnissysteme in Frage stellen (z. B. Prison Abolition, BLM, Entkriminalisierung von Drogen) und alternative Konzepte wie Restorative Justice oder Harm Reduction stärken.
Theoriebezug
Bewegungsforschung, politische Soziologie, kritische Kriminologie; wichtig für Analysen von Protesten gegen Mass Incarceration, Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungleichheit.