Die Kulturkonflikttheorie (Culture Conflict Theory) geht auf Thorsten Sellin zurück. In seinem Buch Culture Conflict and Crime berichtet Sellin von einem Kriminalfall, der die amerikanische Öffentlichkeit bewegt hat: Ein sizilianischer Einwanderer in den USA stand vor Gericht und wurde von einer Jury wegen Mordes verurteilt. Für ihn selbst war die
Chicago School
Herbert Blumer – Symbolischer Interaktionismus: Grundbegriffe und Methoden (1969)
Mit seinem Werk Symbolic Interaction: Perspective and Method (1969) legt Herbert Blumer die theoretische und methodische Grundlage des Symbolischen Interaktionismus. Als Schüler von George Herbert Mead prägte er nicht nur den Begriff dieser Schule, sondern formte eine der einflussreichsten mikrosoziologischen Theorien des 20. Jahrhunderts. Blumers Ansatz stellt die aktive Bedeutungskonstruktion
Soziale Desorganisation (Shaw & McKay)
Die Theorie der sozialen Desorganisation ist auch bekannt unter den Namen Social Ecology, Ökologischer Ansatz, Kriminalökologie, Area Approach, kulturelle Transmission. Soziale Raumtheorien gehen davon aus, dass Kriminalität nicht zufällig über den städtischen Raum verteilt ist. In bestimmten Stadtgebieten treten dauerhaft höhere Kriminalitätsraten auf als in anderen. Die Theorie der sozialen
Soziale Desorganisation
Soziale Raumtheorien / Theorien der sozialen Desorganisation Kernidee der sozialen Desorganisation Theorien der sozialen Desorganisation gehen davon aus, dass Kriminalität nicht zufällig über den urbanen Raum verteilt ist, sondern sich in bestimmten sozialen und räumlichen Strukturen konzentriert. Bestimmte Nachbarschaften begünstigen daher kriminelles Verhalten. Theorien der sozialen Desorganisation gehören zu den
Subkulturtheorie (Cohen)
Die Subkulturtheorie von Albert K. Cohen erklärt Jugenddelinquenz als kollektive Reaktion auf soziale Statusprobleme und die daraus entstehende Statusfrustration. Cohen geht davon aus, dass sich Jugendliche – insbesondere Jungen aus benachteiligten sozialen Milieus – zu sogenannten delinquenten Subkulturen zusammenschließen, in denen eigene Wert- und Normsysteme entstehen. Innerhalb dieser Gruppen können Verhaltensweisen
Theorie der differentiellen Gelegenheiten (Cloward & Ohlin)
Die Theorie der differentiellen Gelegenheiten von Richard Cloward und Lloyd Ohlin verbindet Elemente der Anomie-, Lern- und Subkulturtheorien mit Überlegungen der sozialen Desorganisation. Ihre zentrale Erweiterung besteht in der Annahme, dass nicht nur legale, sondern auch illegale Gelegenheitsstrukturen sozial ungleich verteilt sind. Kriminelles Verhalten hängt daher nicht nur von Motivation
