Kriminalität wird von den meisten Menschen nicht unmittelbar erlebt, sondern über Medien wahrgenommen. Zeitungen, Fernsehen, Online-Portale, soziale Netzwerke und Streamingdienste berichten täglich über Straftaten, Täter, Opfer und polizeiliche Ermittlungen. Diese Darstellungen vermitteln Informationen über Kriminalität – sie konstruieren aber zugleich bestimmte Bilder gesellschaftlicher Wirklichkeit. Die Medien berichten nicht über alle
Medien und Kriminalität
Theoretische Perspektiven
Kriminalität ist mehr als die Verletzung von Gesetzen. Sie ist zugleich ein kulturelles, soziales und kommunikatives Phänomen. Vorstellungen von Kriminalität entstehen nicht allein durch Straftaten selbst, sondern auch durch Erzählungen, Bilder, Symbole, Medienberichte, Musik, Filme oder öffentliche Debatten. Was als gefährlich, abweichend oder bedrohlich gilt, wird gesellschaftlich ausgehandelt und kulturell
Grundlagen
Kriminalität gehört zu den Themen, die in modernen Gesellschaften besonders viel Aufmerksamkeit erhalten. Straftaten werden in Nachrichtenmedien berichtet, in Filmen und Serien inszeniert, in Musik verarbeitet und in sozialen Netzwerken diskutiert. Gleichzeitig haben die meisten Menschen nur selten unmittelbare Erfahrungen mit schweren Straftaten, Gerichtsverfahren oder dem Strafvollzug. Unser Wissen über
Medien, Kultur & Kriminalität
Kriminalität existiert nicht nur als gesellschaftliches Phänomen, sondern auch als mediale und kulturelle Konstruktion. Nachrichtenmedien, Filme, Serien, Musik, soziale Netzwerke und digitale Plattformen prägen, wie über Kriminalität gesprochen wird, welche Täterbilder entstehen und wie Polizei, Strafe und soziale Kontrolle wahrgenommen werden. Für die meisten Menschen bleibt Kriminalität eine indirekte Erfahrung.
Stuart Hall – Encoding/Decoding (1973)
Mit Encoding/Decoding liefert Stuart Hall einen der einflussreichsten Texte der Cultural Studies und zugleich ein grundlegendes Werkzeug, um moderne Mediengesellschaften soziologisch zu verstehen. Der Text markiert einen Bruch mit linearen Kommunikationsmodellen, in denen Medieninhalte wie Informationen behandelt werden, die von einem Sender produziert und von einem Empfänger lediglich aufgenommen werden.
Serienmord als soziale Pathologie – Eine kriminologische Annäherung
Serienmorde faszinieren, erschrecken – und sie dominieren seit Jahren die Popkultur: Netflix-Dokus wie Monster: Die Geschichte von Ed Gein oder Dahmer brechen Rekorde, Podcasts und True-Crime-Formate verzeichnen Millionenpublikum. Doch was steckt jenseits der medialen Dramaturgie hinter dem Phänomen Serienmord? Dieser Beitrag unternimmt eine kriminologisch-soziologische Annäherung an eine der extremsten Formen
