Wenn Kriminaltechniker in Fernsehserien innerhalb weniger Stunden DNA-Spuren auswerten, Fingerabdrücke identifizieren und Täter zweifelsfrei überführen, entsteht leicht der Eindruck, moderne Kriminalität lasse sich vor allem durch wissenschaftliche Verfahren aufklären. Kaum eine Fernsehserie hat dieses Bild so stark geprägt wie CSI: Crime Scene Investigation. Seit ihrem Start im Jahr 2000 erreichte
Medienwirkung
Was ist Medienkriminologie?
Kriminalität gehört zu den Themen, die in modernen Gesellschaften besonders viel Aufmerksamkeit erhalten. Straftaten werden in Nachrichtensendungen berichtet, in Filmen und Serien inszeniert, in Podcasts diskutiert, in Musik verarbeitet und in sozialen Netzwerken kommentiert. Gleichzeitig haben die meisten Menschen nur selten unmittelbare Erfahrungen mit schweren Straftaten, Gerichtsverfahren oder dem Strafvollzug.
Theoretische Perspektiven
Kriminalität ist mehr als die Verletzung von Gesetzen. Sie ist zugleich ein kulturelles, soziales und kommunikatives Phänomen. Vorstellungen von Kriminalität entstehen nicht allein durch Straftaten selbst, sondern auch durch Erzählungen, Bilder, Symbole, Medienberichte, Musik, Filme oder öffentliche Debatten. Was als gefährlich, abweichend oder bedrohlich gilt, wird gesellschaftlich ausgehandelt und kulturell
Grundlagen
Kriminalität gehört zu den Themen, die in modernen Gesellschaften besonders viel Aufmerksamkeit erhalten. Straftaten werden in Nachrichtenmedien berichtet, in Filmen und Serien inszeniert, in Musik verarbeitet und in sozialen Netzwerken diskutiert. Gleichzeitig haben die meisten Menschen nur selten unmittelbare Erfahrungen mit schweren Straftaten, Gerichtsverfahren oder dem Strafvollzug. Unser Wissen über
Medien, Kultur & Kriminalität
Kriminalität existiert nicht nur als gesellschaftliches Phänomen, sondern auch als mediale und kulturelle Konstruktion. Nachrichtenmedien, Filme, Serien, Musik, soziale Netzwerke und digitale Plattformen prägen, wie über Kriminalität gesprochen wird, welche Täterbilder entstehen und wie Polizei, Strafe und soziale Kontrolle wahrgenommen werden. Für die meisten Menschen bleibt Kriminalität eine indirekte Erfahrung.
Stuart Hall – Encoding/Decoding (1973)
Mit Encoding/Decoding liefert Stuart Hall einen der einflussreichsten Texte der Cultural Studies und zugleich ein grundlegendes Werkzeug, um moderne Mediengesellschaften soziologisch zu verstehen. Der Text markiert einen Bruch mit linearen Kommunikationsmodellen, in denen Medieninhalte wie Informationen behandelt werden, die von einem Sender produziert und von einem Empfänger lediglich aufgenommen werden.


