Stephen Graham legt mit „Cities Under Siege: The New Military Urbanism“ (2010) ein ebenso verstörendes wie einflussreiches Werk vor, das die schleichende Militarisierung urbaner Räume analysiert. Vor dem Hintergrund des „War on Terror“ und einer globalisierten Sicherheitsarchitektur zeigt Graham, wie sich militärische Logiken, Technologien und Kontrollpraktiken zunehmend in das Alltagsleben
Predictive Policing
Lucia Zedner – Security (2009)
Sicherheit als umkämpftes Konzept Mit ihrem Werk Security (2009) legt die britische Rechtswissenschaftlerin und Kriminologin Lucia Zedner eine normativ sensible, interdisziplinär fundierte und präzise Analyse des Sicherheitsbegriffs vor. Sie zeigt, dass „Sicherheit“ kein objektiv beschreibbares Gut ist, sondern eine vielschichtige soziale Konstruktion, die in Politik, Strafrecht und Gesellschaft unterschiedlich funktionalisiert
David Lyon – Surveillance Studies: An Overview (2007)
Mit Surveillance Studies: An Overview legt der kanadische Soziologe David Lyon eine grundlegende Einführung in das interdisziplinäre Forschungsfeld der Überwachungsforschung vor. Lyon argumentiert, dass Überwachung kein rein technisches oder sicherheitspolitisches Phänomen ist, sondern ein zentraler Bestandteil moderner Gesellschaften. Seine Analyse verbindet klassische Theorien (etwa Foucaults Panoptismus) mit zeitgenössischen Entwicklungen wie
Sarah Brayne – Predict and Surveil (2020)
Mit Predict and Surveil legt die amerikanische Soziologin Sarah Brayne eine der ersten ethnografischen Studien zur datenbasierten Polizeiarbeit in den USA vor. Im Zentrum steht das Los Angeles Police Department (LAPD), das als Vorreiter in der Anwendung von Predictive Policing gilt – jedoch auch massiv in der Kritik stand. Brayne
David Garland – The Culture of Control: Crime and Social Order in Contemporary Society (2001)
The Culture of Control: Crime and Social Order in Contemporary Society (2001) ist eines der zentralen Werke der kritischen Kriminologie der Gegenwart. Der britische Soziologe David Garland analysiert darin den grundlegenden Wandel westlicher Straf- und Sicherheitspolitik seit den 1970er-Jahren. Seine zentrale These: Wir leben in einer Kultur der Kontrolle, die
Bernard E. Harcourt – Against Prediction: Profiling, Policing, and Punishing in an Actuarial Age (2007)
Against Prediction: Profiling, Policing, and Punishing in an Actuarial Age (2007) ist eines der zentralen Werke von Bernard E. Harcourt und gilt als grundlegende Analyse der gegenwärtigen actuarial justice. Harcourt kritisiert die zunehmende Verlagerung von Recht und Strafe auf statistische Risikobewertung – insbesondere durch polizeiliches Profiling, prädiktive Polizeiarbeit und risikobasierte



