Kurzdefinition
Marktmanipulation bezeichnet die gezielte Beeinflussung von Preisen oder Marktbedingungen durch irreführende Informationen oder künstliche Handelsaktivitäten.
Ausführliche Erklärung
Marktmanipulation liegt vor, wenn Personen oder Organisationen versuchen, den Preis von Aktien, Rohstoffen, Kryptowährungen oder anderen Finanzprodukten künstlich zu beeinflussen. Dies kann beispielsweise durch die Verbreitung falscher Informationen, abgestimmte Handelsgeschäfte oder das Vortäuschen von Angebot und Nachfrage geschehen.
Ziel der Marktmanipulation ist häufig die Erzielung finanzieller Gewinne auf Kosten anderer Marktteilnehmer. Bekannte Erscheinungsformen sind sogenannte „Pump-and-Dump“-Modelle, bei denen der Wert eines Finanzprodukts zunächst künstlich gesteigert wird, bevor die Täter ihre Anteile mit Gewinn verkaufen.
Marktmanipulation kann erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen und das Vertrauen in Finanzmärkte nachhaltig beeinträchtigen.
Theoriebezug
Der Begriff spielt insbesondere in der Forschung zu Finanzkriminalität, Wirtschaftskriminalität und White-Collar Crime eine wichtige Rolle.