Judith Pamela Butler

Judith Butler, 2013
Judith Butler, 2013

Personenprofil

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Judith Butler ist eine US-amerikanische Philosophin und Soziologin, die zu den einflussreichsten Theoretiker:innen der Gender Studies und Queer Theory zählt. Seit den 1990er Jahren prägt sie mit ihren Schriften maßgeblich den internationalen Diskurs zu Geschlecht, Identität und Macht. Butler ist Professor:in an der University of California, Berkeley, und war an zahlreichen politischen und akademischen Debatten beteiligt – etwa zu Queer-Feminismus, Antikriegsprotesten und Menschenrechten.

Mit dem Werk Gender Trouble (1990) kritisierte Butler die Vorstellung von Geschlecht als biologisch festgelegte Identität. Stattdessen entwickelte sie das Konzept der Performativität: Geschlecht ist demnach kein inneres Wesen, sondern das Ergebnis wiederholter sozialer Handlungen, die kulturell normiert und machtvoll reguliert sind. Butler verbindet poststrukturalistische Ansätze (v. a. Foucault) mit feministischer Theorie und dekonstruiert etablierte Kategorien wie „Frau“, „Mann“ oder „Sexualität“. Ihre Arbeiten haben weitreichende Impulse für Soziologie, Kriminologie, Politische Theorie und Aktivismus geliefert.

Schlüsselwerke

  • Gender Trouble: Feminism and the Subversion of Identity (1990)
  • Bodies That Matter: On the Discursive Limits of „Sex“ (1993)
  • Undoing Gender (2004)
  • Notes Toward a Performative Theory of Assembly (2015)