Kleidung ist ablegbar. Der Körper ist es nicht. Genau darin liegt seine besondere soziologische Brisanz. Während Jacken, Uniformen oder Accessoires gewechselt, abgelegt oder angepasst werden können, bleiben Tattoos, Frisuren, Gerüche oder kosmetische Praktiken am Körper haften – zumindest für eine gewisse Zeit. Der Körper fungiert damit als dauerhafte Zeichenfläche, auf
Devianz
Kleider machen Leute: Mode, Verdacht und soziale Kontrolle
„Kleider machen Leute“ – kaum ein Sprichwort bringt die soziale Wirkung von Kleidung so prägnant auf den Punkt. Menschen werden nicht erst nach ihrem Verhalten beurteilt, sondern bereits nach ihrem äußeren Erscheinungsbild. Ein Business-Anzug erzeugt andere Erwartungen als eine Jogginghose, eine Warnweste andere als ein Hoodie. Kleidung verändert dabei nicht
Zu jung, zu alt, zu auffällig? Alter als modischer Ordnungsfaktor
Warum wirkt ein Minirock bei einer 20-Jährigen modern, bei einer 70-Jährigen jedoch schnell als ‚nicht altersgerecht‘ oder gar als peinlich? Weshalb gelten Tattoos bei Jugendlichen heute weitgehend als normal, bei älteren Menschen dagegen häufig als irritierend? Und warum wird sichtbare Sexualität im Alter deutlich strenger bewertet als vergleichbare Grenzspiele der
Sanktionen und soziale Kontrolle: Formen, Funktionen und Bedeutung
Gesellschaften funktionieren nicht allein deshalb, weil Menschen Gesetze kennen oder moralische Werte teilen. Soziale Ordnung entsteht auch dadurch, dass normgerechtes Verhalten belohnt und Normverletzungen sanktioniert werden. Wer sich an gesellschaftliche Erwartungen hält, erhält häufig Anerkennung, Vertrauen oder soziale Zugehörigkeit. Wer gegen Regeln verstößt, muss dagegen mit Kritik, Ausgrenzung oder formellen
Erving Goffman – Asyle. Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen (1961)
Asyle. Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen von Erving Goffman gehört zu den einflussreichsten soziologischen Werken des 20. Jahrhunderts. Das erstmals 1961 veröffentlichte Buch analysiert psychiatrische Kliniken und ähnliche Einrichtungen, die Goffman als totale Institutionen bezeichnet. Solche Institutionen prägen nach Goffman die Identität, das Selbstbild und die
Sozialwissenschaftlicher Film- und Serienkanon
Filme, Serien und Dokumentationen – wissenschaftlich eingeordnet und mit Kriminologie, Soziologie, Glossarbegriffen, Theorien und Schlüsselwerken vernetzt. Der sozialwissenschaftliche Film- und Serienkanon von SozTheo versammelt ausgewählte Werke, die sich besonders gut für die Analyse von Kriminalität, Devianz, sozialer Kontrolle und gesellschaftlichem Wandel eignen. Jeder Film wird wissenschaftlich kommentiert und mit weiterführenden
