Kriminalität gehört zu den Themen, die in modernen Gesellschaften besonders viel Aufmerksamkeit erhalten. Straftaten werden in Nachrichtenmedien berichtet, in Filmen und Serien inszeniert, in Musik verarbeitet und in sozialen Netzwerken diskutiert. Gleichzeitig haben die meisten Menschen nur selten unmittelbare Erfahrungen mit schweren Straftaten, Gerichtsverfahren oder dem Strafvollzug. Unser Wissen über
Devianz
Rock, Hose, Minirock: Kleidung als geschlechtlicher Marker
Kleidung erzeugt Geschlecht: Der Beitrag analysiert geschlechtliche Kleidungsnormen, Mode, Moral und soziale Sanktionen aus soziologischer Perspektive.
Was ist Kriminologie?
Die Kriminologie ist die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Entstehung, Verbreitung und gesellschaftlichen Kontrolle von Kriminalität beschäftigt. Kriminologie leitet sich ab von dem lateinischen Wort crimen (Verbrechen) und dem griechischen Wort logos (Lehre). Die „Erfindung“ des Begriffs Kriminologie (hier: criminologia) wird dem italienischen Gelehrten Raffaele Garofalo zugeschrieben, der 1885
Strukturalismus
Der Strukturalismus ist ein makro- und kulturtheoretisches Paradigma, das soziale Wirklichkeit als Ausdruck tieferliegender, meist unbewusster Strukturmuster versteht. Gesellschaft entsteht nicht primär durch individuelle Bedeutungszuschreibungen oder funktionale Systemleistungen, sondern durch überindividuelle Ordnungsmuster – sprachliche, symbolische oder kulturelle Strukturen –, die individuelles Handeln prägen. Im Zentrum steht die Leitfrage: Wie strukturieren
Mode, Körper und Devianz – Eine soziologische Analyse
Mode ist mehr als Stil, Trend oder Geschmack. Kleidung und Körper werden gelesen: Sie markieren Geschlecht, Alter, kulturelle Zugehörigkeit, Status und Autorität, können Vertrauen oder Verdacht erzeugen und darüber entscheiden, was als passend, auffällig oder abweichend erscheint. Mode ist damit kein bloßes Konsumphänomen, sondern ein alltägliches Medium sozialer Ordnung. Das
Mode als soziale Ordnung: Kleidung, Devianz und Zuschreibung
Mode ist kein Randthema Mode wird im Alltagsverständnis häufig als Ausdruck individueller Vorlieben, ästhetischer Kreativität oder wechselnder Trends interpretiert. Eine soziologische Perspektive zeigt jedoch, dass Kleidung weit über diese Funktionen hinausgeht. Sie ist kein bloßes Konsumphänomen, sondern ein zentrales Medium sozialer Ordnung. Über Kleidung werden Zugehörigkeiten markiert, Erwartungen stabilisiert und
