Kleidung ist ablegbar. Der Körper ist es nicht. Genau darin liegt seine besondere soziologische Brisanz. Während Jacken, Uniformen oder Accessoires gewechselt, abgelegt oder angepasst werden können, bleiben Tattoos, Frisuren, Gerüche oder kosmetische Praktiken am Körper haften – zumindest für eine gewisse Zeit. Der Körper fungiert damit als dauerhafte Zeichenfläche, auf
Geschlecht
Rock, Hose, Minirock: Kleidung als geschlechtlicher Marker
Kleidung erzeugt Geschlecht: Der Beitrag analysiert geschlechtliche Kleidungsnormen, Mode, Moral und soziale Sanktionen aus soziologischer Perspektive.
Geschlecht und Kriminalität
Kriminalität ist nicht geschlechtsneutral. In nahezu allen Ländern und über lange historische Zeiträume hinweg zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Bezug auf Täterschaft, Viktimisierung und gesellschaftliche Reaktionen auf Kriminalität. Während Männer einen überwiegenden Teil der registrierten Straftäter stellen – insbesondere bei Gewalt- und Eigentumsdelikten –, sind Frauen
Mode, Körper und Devianz – Eine soziologische Analyse
Mode ist mehr als Stil, Trend oder Geschmack. Kleidung und Körper werden gelesen: Sie markieren Geschlecht, Alter, kulturelle Zugehörigkeit, Status und Autorität, können Vertrauen oder Verdacht erzeugen und darüber entscheiden, was als passend, auffällig oder abweichend erscheint. Mode ist damit kein bloßes Konsumphänomen, sondern ein alltägliches Medium sozialer Ordnung. Das
Die Krawatte: Macht, Männlichkeit und ein Stück Stoff
Hinweis: Dieser Beitrag dient als analytischer Auftakt zur Artikelserie „Mode, Körper und Devianz“. Im Zentrum steht die Frage, wie scheinbar banale Kleidungsstücke soziale Ordnung, Macht und Geschlecht verkörpern. Kaum ein Kleidungsstück wirkt so selbstverständlich und zugleich so erklärungsbedürftig wie die Krawatte als Machtsymbol. Sie erfüllt keine schützende, wärmende oder funktionale
Frances Heidensohn – Women and Crime (1985)
Women and Crime (1985) der britischen Soziologin Frances Heidensohn gilt als Gründungstext der modernen feministischen Kriminologie. Als eine der ersten Wissenschaftlerinnen auf diesem Gebiet analysierte Heidensohn systematisch, warum Frauen in der Kriminologie lange Zeit ignoriert, falsch dargestellt oder ausschließlich als Opfer beschrieben wurden – und warum bestehende Kriminalitätstheorien die Lebensrealitäten

