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Kriminalisierung

Titelbild Women and Crime

Frances Heidensohn – Women and Crime (1985)

Women and Crime (1985) der britischen Soziologin Frances Heidensohn gilt als Gründungstext der modernen feministischen Kriminologie. Als eine der ersten Wissenschaftlerinnen auf diesem Gebiet analysierte Heidensohn systematisch, warum Frauen in der Kriminologie lange Zeit ignoriert, falsch dargestellt oder ausschließlich als Opfer beschrieben wurden – und warum bestehende Kriminalitätstheorien die Lebensrealitäten

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No Loitering, Soliciting, Trespassing

Jeff Ferrell – Tearing Down the Streets: Adventures in Urban Anarchy (2001)

Mit Tearing Down the Streets veröffentlichte der US-amerikanische Soziologe und Kriminologe Jeff Ferrell im Jahr 2001 ein Werk, das exemplarisch für die Cultural Criminology steht. Ferrell untersucht darin, wie sich urbane Räume durch Praktiken wie Graffiti, Skateboarding oder Punk-Musik in Konfliktzonen verwandeln, in denen sich staatliche Ordnung, wirtschaftliche Interessen und

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menschenleerer Krankenhausflur als Sinnbild für Sheffs Werk "Being mentally ill"

Thomas Scheff – Being Mentally Ill: A Sociological Theory (1966)

Thomas J. Scheffs Werk Being Mentally Ill gilt als ein zentraler Beitrag zur Etikettierungstheorie und zur Soziologie psychischer Abweichung. Aufbauend auf den theoretischen Überlegungen von Howard S. Becker und Erving Goffman, entwickelt Scheff die These, dass “Geisteskrankheit” nicht (nur) medizinisch-biologisch erklärbar sei, sondern wesentlich durch soziale Zuschreibungsprozesse hervorgebracht werde. Das

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Der Soziologe Howard S. Becker gilt mit seinem Buch "Outsiders" als einer der Erfinder des Labelling-Ansatzes

Outsiders (Becker)

Howard S. Beckers Buch Outsiders (1963) gehört zu den wichtigsten Werken der Devianzsoziologie und bildet einen zentralen Bezugspunkt des Labelling-Ansatzes. Mit seinem Ansatz der sozialen Zuschreibung (Labelling) stellte Becker etablierte Vorstellungen von Devianz und Kriminalität infrage. Statt Devianz als inhärente Eigenschaft bestimmter Handlungen oder Personen zu betrachten, fokussierte er sich

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Etiketten als Symbol für den Labelling-Ansatz (deutsch: Etikettierungsansatz) der Kriminologie

Labelling-Ansatz (Überblick)

Der Labelling Ansatz (auch: Etikettierungstheorie oder Labeling Approach) ist eine soziologische Kriminalitätstheorie, die Devianz als Ergebnis gesellschaftlicher Zuschreibungsprozesse versteht. Im Mittelpunkt steht nicht die Frage, warum Menschen kriminell werden, sondern wie bestimmte Handlungen und Personen überhaupt als „abweichend“ oder „kriminell“ definiert werden. Während klassische ätiologische Theorien nach den Ursachen von

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leerer Gerichtssaal als Symbolbild für konflikttheoretische Kriminalitätstheorien

Konflikttheorien der Kriminologie (herrschafts- und gesellschaftskritische Ansätze)

Was erklären herrschaftskritische und gesellschaftskritische Kriminalitätstheorien? Herrschaftskritische und gesellschaftskritische Kriminalitätstheorien verstehen Kriminalität nicht als individuelles Fehlverhalten, sondern als Ergebnis sozialer Machtverhältnisse und gesellschaftlicher Konflikte. In der kriminologischen Literatur werden diese Ansätze meist unter dem Begriff Konflikttheorien zusammengefasst und bilden eine zentrale Perspektive innerhalb der Kriminalitätstheorien. Zentrale theoretische Fundierungen dieser Perspektive

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Über SozTheo

SozTheo ist eine Informations- und Ressourcensammlung, die sich an alle an Soziologie und Kriminologie interessierten Leserinnen und Leser richtet.

SozTheo wurde als private Seite von Prof. Dr. Christian Wickert, Dozent für die Fächer Soziologie und Kriminologie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen, erstellt. Die hier verfügbaren Beiträge und verlinkten Artikel spiegeln nicht die offizielle Meinung, Haltung oder Lehrpläne der HSPV NRW wider.

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