Definition und Grundlagen sozialer Ungleichheit Soziale Ungleichheit ist ein zentrales Thema der Soziologie – und zugleich ein hochaktuelles gesellschaftliches Problem. Gemeint ist damit die ungleiche Verteilung von Ressourcen, Chancen und Teilhabemöglichkeiten zwischen Individuen oder Gruppen. Diese Unterschiede sind nicht bloß individuell bedingt, sondern strukturell verankert und haben tiefgreifende Folgen für
Pierre Bourdieu
Sozialstruktur
Gesellschaften sind keine amorphen Gebilde, sondern strukturierte Ordnungen, in denen sich soziale Ungleichheit stabilisiert. Die Soziologie bezeichnet diese relativ dauerhaften Ordnungsmuster gesellschaftlicher Positionen und Lebenslagen als Sozialstruktur. Menschen nehmen innerhalb dieser sozialen Schichtung unterschiedliche Positionen ein – etwa aufgrund ihres Einkommens, Bildungsniveaus, ihrer Herkunft oder Lebensweise. Diese Positionen bestimmen nicht
Status und Habitus
Was sind Status und Habitus? Der Beitrag erklärt, wie soziale Positionen und verinnerlichte Handlungsmuster unser Verhalten prägen – von Alltagssituationen bis zur Polizeipraxis. Warum fühlen sich manche Menschen auf einem Opernabend oder im Vorstellungsgespräch sofort wohl – während andere sich fremd, fehl am Platz oder beobachtet fühlen? Warum wirkt das
