Medien berichten über Kriminalität, erzeugen Aufmerksamkeit für Risiken und prägen Vorstellungen von Sicherheit und Gefahr. Gleichzeitig können sie Vorurteile verstärken, Ängste schüren oder verzerrte Bilder gesellschaftlicher Wirklichkeit vermitteln. Die Fähigkeit, Medieninhalte kritisch einzuordnen und zu bewerten, wird deshalb zu einer wichtigen Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe. Medienkompetenz bedeutet nicht nur den technischen
Prävention
Was ist Kriminologie?
Die Kriminologie ist die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Entstehung, Verbreitung und gesellschaftlichen Kontrolle von Kriminalität beschäftigt. Kriminologie leitet sich ab von dem lateinischen Wort crimen (Verbrechen) und dem griechischen Wort logos (Lehre). Die „Erfindung“ des Begriffs Kriminologie (hier: criminologia) wird dem italienischen Gelehrten Raffaele Garofalo zugeschrieben, der 1885
Cannabis in der Praxis: Das KCanG zwischen Regulierung, Kontrolle und Alltagsrealität
Kurzüberblick: Dieser Beitrag analysiert die Umsetzung des Konsumcannabisgesetzes (KCanG) seit April 2024. Themen sind u. a. die Ziele der Reform, rechtliche Änderungen, föderale Unterschiede, polizeiliche Kontrollpraxis, Ergebnisse des EKOCAN-Zwischenberichts, Versorgung durch Anbauvereinigungen und Medizinalcannabis sowie die Blockade der zweiten Säule mit lizenzierten Fachgeschäften. Der Text zeigt, wo Entkriminalisierung wirkt –
Lucia Zedner – Security (2009)
Sicherheit als umkämpftes Konzept Mit ihrem Werk Security (2009) legt die britische Rechtswissenschaftlerin und Kriminologin Lucia Zedner eine normativ sensible, interdisziplinär fundierte und präzise Analyse des Sicherheitsbegriffs vor. Sie zeigt, dass „Sicherheit“ kein objektiv beschreibbares Gut ist, sondern eine vielschichtige soziale Konstruktion, die in Politik, Strafrecht und Gesellschaft unterschiedlich funktionalisiert
Markus D. Dubber – The Police Power (2005)
The Police Power: Patriarchy and the Foundations of American Government (2005) ist ein grundlegendes Werk des deutsch-amerikanischen Rechtswissenschaftlers Markus D. Dubber. In der Tradition kritischer Rechtsphilosophie legt Dubber die genealogischen und ideologischen Grundlagen des staatlichen Gewaltmonopols offen – insbesondere der Exekutivgewalt, die nicht durch Strafrecht, sondern durch soziale Kontrolle wirkt.
Kriminalitätstheorien
Was sind Kriminalitätstheorien? Die Seite bietet einen Überblick über zentrale Erklärungsansätze der Kriminologie – von Anomie und sozialer Desorganisation bis zu Labeling, Kontrolle und Rational Choice. Kriminalitätstheorien – also Theorien zur Erklärung von Kriminalität – erklären, warum Menschen kriminell werden, warum manche Menschen nicht kriminell werden und wie Gesellschaften Devianz



