Wall Street (1987)

Wall Street erzählt die Geschichte des ehrgeizigen Nachwuchsbrokers Bud Fox, der unter die Fittiche des erfolgreichen Investors Gordon Gekko gerät. Um beruflich aufzusteigen, überschreitet Fox zunehmend rechtliche und moralische Grenzen und verstrickt sich in Insiderhandel, Marktmanipulation und Betrug. Oliver Stones Film gilt als einer der bekanntesten Wirtschaftsfilme der Filmgeschichte und prägte mit Gordon Gekkos Motto „Greed is good“ das öffentliche Bild einer enthemmten Finanzwelt.

Film- / Serienprofil

  • Originaltitel: Wall Street
  • Deutscher Titel: Wall Street
  • Erscheinungsjahr: 1987
  • Land: USA
  • Regie / Creator / Showrunner: Oliver Stone
  • Medium: Spielfilm
  • Laufzeit / Umfang: 126 Minuten
  • Schwerpunkte: Wirtschaftskriminalität und Korruption

Kriminologische Relevanz

Wall Street gehört zu den einflussreichsten Filmen über Wirtschaftskriminalität und die moralischen Ambivalenzen des modernen Kapitalismus. Der Film zeigt, wie wirtschaftlicher Erfolg, sozialer Status und persönlicher Ehrgeiz dazu beitragen können, dass rechtliche Grenzen zunehmend relativiert werden. Kriminalität erscheint dabei nicht als Folge von Armut oder sozialer Ausgrenzung, sondern als bewusste Strategie innerhalb eines Milieus, in dem Wettbewerb, Gewinnmaximierung und Prestige zentrale Werte darstellen.

Gleichzeitig macht der Film deutlich, dass wirtschaftskriminelles Handeln häufig nicht als außergewöhnliche Devianz wahrgenommen wird, sondern innerhalb bestimmter Organisations- und Unternehmenskulturen sozial legitimiert oder zumindest stillschweigend akzeptiert werden kann. Dadurch eignet sich Wall Street besonders zur Auseinandersetzung mit White-Collar Crime, Insiderhandel und den sozialen Bedingungen wirtschaftskriminellen Handelns.

Kriminologische Einordnung

Trailer / Teaser