Kurzdefinition
Der Lebensverlauf bezeichnet die zeitliche Abfolge sozialer Rollen, Ereignisse und Übergänge im Leben einer Person.
Ausführliche Erklärung
In der Soziologie und Kriminologie beschreibt der Lebensverlauf die strukturierte Abfolge von Lebensphasen, Übergängen und biografischen Ereignissen. Dazu zählen etwa Schulzeit, Berufseinstieg, Partnerschaft, Elternschaft oder Ruhestand. Der Lebensverlauf ist sowohl individuell gestaltet als auch sozial strukturiert und unterliegt institutionellen Erwartungen.
In der Kriminologie dient der Lebensverlaufsansatz dazu, kriminelles Verhalten nicht als punktuelles Ereignis, sondern als prozesshaftes Phänomen zu analysieren. Kriminalität kann dabei entstehen, persistieren oder enden – abhängig von sozialen Bindungen, Kontrollmechanismen und biografischen Wendepunkten.
Theoriebezug
Lebensverlaufssoziologie; Age-Graded Theory; Karrieremodelle der Kriminalität