David Matza war ein US-amerikanischer Soziologe und Kriminologe, der vor allem durch seine Arbeiten zur Jugenddelinquenz, Devianz und moralischen Rechtfertigungsstrategien bekannt wurde. Er gilt als eine zentrale Figur an der Schnittstelle zwischen Symbolischem Interaktionismus, Labeling Approach und Kritischer Kriminologie. Matza wandte sich gegen deterministische Kriminalitätstheorien und betonte stattdessen die situative,
Kriminologie
Thomas Mathiesen
Thomas Mathiesen war ein norwegischer Soziologe und einer der einflussreichsten Vertreter der Kritischen Kriminologie und des Strafvollzugsabolitionismus. Er studierte Soziologie und wirkte über viele Jahrzehnte als Professor an der Universität Oslo. Früh verband er akademische Forschung mit politischem Engagement, insbesondere in der Gefangenenbewegung und der kritischen Analyse von Strafrecht, Gefängnissen
Cesare Lombroso
Cesare Lombroso gilt als Begründer der positivistischen Kriminologie und als zentrale Figur der frühen kriminalbiologischen Forschung. Er studierte Medizin und Psychiatrie und war als Professor für Gerichtsmedizin und Psychiatrie tätig. Internationale Bekanntheit erlangte Lombroso durch seine These vom geborenen Verbrecher (delinquente nato). Lombroso ging davon aus, dass Kriminalität primär biologisch
Emily Lenning
Emily Lenning ist eine US-amerikanische Kriminologin und zählt zu den zentralen Vertreterinnen der Queer Criminology. Ihre Forschung verbindet Kriminologie, Gender Studies und Queer Theory und richtet sich kritisch gegen heteronormative, binäre und cisnormative Annahmen innerhalb der traditionellen Kriminalitäts- und Strafrechtsforschung. Lenning arbeitet insbesondere zu den Erfahrungen von LGBTQ+-Personen im Strafjustizsystem,
Edwin M. Lemert
Edwin M. Lemert war ein US-amerikanischer Soziologe und einer der zentralen Wegbereiter der Etikettierungstheorie (Labeling Approach) in der Kriminologie und Devianzsoziologie. Sein entscheidender Beitrag besteht in der analytischen Unterscheidung zwischen primärer und sekundärer Devianz, mit der er einen Perspektivwechsel innerhalb der Kriminalitätsforschung einleitete. Während primäre Devianz alltägliche, häufig folgenlose Normabweichungen
John H. Laub
John H. Laub ist ein US-amerikanischer Kriminologe, der insbesondere durch seine Arbeiten zur Lebensverlaufsforschung (Life-Course Criminology) international bekannt wurde. Gemeinsam mit Robert J. Sampson entwickelte er einen dynamischen Ansatz zur Erklärung von Kriminalität, der sich deutlich von statischen Tätermodellen abgrenzt. Im Zentrum seiner Forschung steht die Frage, wie soziale Bindungen,



