Einleitung Polizistin oder Polizist zu werden, ist für viele junge Menschen ein Traumberuf. Die Polizei bietet einen sicheren Arbeitsplatz, ein bezahltes Studium, vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und die Chance, eine gesellschaftlich bedeutsame Aufgabe zu übernehmen. Gleichzeitig prägen Fernsehserien, Filme, soziale Medien und die Nachwuchswerbung der Polizeibehörden ein Bild des Berufs, das mit
Kriminologie
Studium, Wissenschaft & Beruf
Studieren bedeutet weit mehr als den Besuch von Vorlesungen oder das Ablegen von Prüfungen. Mit dem Studium beginnt für viele Menschen ein neuer Lebensabschnitt, der Eigenverantwortung, wissenschaftliches Denken und die Bereitschaft verlangt, sich selbstständig mit komplexen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Gleichzeitig eröffnet ein Hochschulstudium vielfältige Möglichkeiten – fachlich, persönlich und beruflich. Das
Wie wird man Profiler?
Profiler gehören zu den faszinierendsten Figuren des modernen Kriminalfilms. In Das Schweigen der Lämmer versucht die junge FBI-Anwärterin Clarice Starling mithilfe des inhaftierten Psychiaters Hannibal Lecter, einen Serienmörder zu verstehen. Die Serie Mindhunter erzählt von den Anfängen der systematischen Erforschung von Serienmördern beim FBI. Formate wie Criminal Minds haben schließlich
Kriminalitätstheorien in Film und Fernsehen
Kriminalitätstheorien gelten vielen Studierenden zunächst als trocken und abstrakt. Dabei begegnen sie uns fast täglich – im Kino, in Fernsehserien und auf Streaming-Plattformen. Vorstellungen von Serienmördern, Jugendkriminalität, Polizei oder Gefängnissen entstehen häufig lange bevor wir uns wissenschaftlich mit diesen Themen beschäftigen. Filme erzählen Geschichten über soziale Ungleichheit, Macht, Gewalt, Kontrolle
Lehrtext: Migration und Kriminalität (Gastbeitrag)
Der Zusammenhang von Migration und Kriminalität zählt seit Jahrzehnten zu den kontroversesten Themen der kriminalpolitischen und gesellschaftlichen Debatte. Insbesondere die jährlich veröffentlichten Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) werden regelmäßig als Beleg dafür herangezogen, dass nichtdeutsche Personen überproportional häufig an Straftaten beteiligt seien. Solche Interpretationen greifen jedoch häufig zu kurz. Die
William Foote Whyte – Street Corner Society (1943)
Mit Street Corner Society veröffentlichte William Foote Whyte 1943 eine der einflussreichsten ethnographischen Studien der Soziologie. Das Werk basiert auf mehrjähriger Feldforschung in einem italienisch-amerikanischen Arbeiterviertel Bostons, das Whyte unter dem Pseudonym „Cornerville“ beschreibt. Anstatt Armut, Jugendgruppen und Devianz aus der Distanz zu analysieren, lebte Whyte über Jahre im Untersuchungsgebiet
