Fatal Attraction (1987)
Film- / Serienprofil
- Originaltitel: Fatal Attraction
- Deutscher Titel: Eine verhängnisvolle Affäre
- Erscheinungsjahr: 1987
- Land: USA
- Regie / Creator / Showrunner: Adrian Lyne
- Medium: Spielfilm
- Laufzeit / Umfang: 119 Minuten
- Schwerpunkte: Serienmord und Gewalt
Kriminologische Relevanz
Fatal Attraction zählt zu den bekanntesten Filmen über Stalking und obsessive Beziehungen. Der Film zeigt, wie aus einer zunächst einvernehmlichen Beziehung schrittweise Kontrolle, Bedrohung und Gewalt entstehen können. Dabei verdeutlicht er, dass Stalking häufig einem Eskalationsprozess folgt, bei dem Grenzüberschreitungen, Besitzansprüche und Kontrollverhalten kontinuierlich zunehmen.
Zugleich thematisiert der Film die Schwierigkeiten, frühe Warnsignale zu erkennen und angemessen auf Nachstellungen zu reagieren. Damit eignet sich Fatal Attraction besonders zur Diskussion von Stalking, Partnerschaftsgewalt, Viktimisierung und der Dynamik obsessiver Beziehungen.
Gleichzeitig ist der Film selbst Gegenstand wissenschaftlicher Debatten. Kritisiert wurde insbesondere, dass die Figur Alex Forrest psychische Erkrankung, Gewaltbereitschaft und weibliche Emanzipation teilweise miteinander verknüpft und dadurch stereotype Vorstellungen über psychisch belastete Frauen verstärken könne. Gerade deshalb bietet Fatal Attraction nicht nur Anlass zur Diskussion über Stalking, sondern auch über die mediale Konstruktion von Täterschaft, Geschlechterrollen und psychischen Störungen.
Bildquelle: Doug Kerr from Albany, NY, United States, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons