Kurzdefinition
Gesellschaftliche Praxis, bei der Personen oder Organisationen öffentlich kritisiert, boykottiert oder ausgeschlossen werden, nachdem sie als normabweichend wahrgenommen wurden.
Ausführliche Erklärung
Cancel Culture bezeichnet kollektive Reaktionen auf als problematisch bewertete Äußerungen oder Handlungen. Diese reichen von öffentlicher Kritik bis hin zu sozialen oder beruflichen Konsequenzen.
Befürworter sehen darin eine Form gesellschaftlicher Verantwortungsübernahme, Kritiker hingegen eine informelle Sanktionierung ohne rechtsstaatliche Verfahren. Der Begriff ist stark politisiert und wird häufig normativ verwendet.
Theoriebezug
Verbindungen bestehen zu sozialer Kontrolle, Labeling Approach sowie zu Diskurstheorien (Foucault).