Kurzdefinition
Eine Form psychologischer Manipulation, bei der eine Person systematisch an ihrer eigenen Wahrnehmung oder Realität zweifeln soll.
Ausführliche Erklärung
Gaslighting bezeichnet eine manipulative Praxis, bei der Informationen gezielt verzerrt, geleugnet oder umgedeutet werden, um eine andere Person zu verunsichern. Ziel ist es, deren Vertrauen in die eigene Wahrnehmung zu untergraben.
Der Begriff stammt aus dem Theaterstück „Gas Light“ (1938), in dem ein Mann seine Frau durch subtile Veränderungen ihrer Umgebung glauben lässt, sie verliere den Verstand.
Im soziologischen Kontext tritt Gaslighting sowohl in zwischenmenschlichen Beziehungen als auch in institutionellen Zusammenhängen auf, etwa wenn Betroffene von Diskriminierung oder Gewalt systematisch nicht ernst genommen werden.Viktimologie
Theoriebezug
Bezüge bestehen zur Symbolischen Interaktion (Goffman), zur Machtanalyse (Foucault) sowie zur Viktimologie (sekundäre Viktimisierung).